Wie im vorherigen Bericht über Monterossa und Vernazza (hier) schon angedeutet wollen wir nun doch versuchen mit dem Wohnmobil ins Gebiet Cinque Terre zu fahren. Mehr noch als der Besuch der magischen Orte reizt uns die Sicht von hoch oben herab. Von Weitem faszinieren die pure Schönheit, die überwältigende Ästehtik dieser außergewöhnlichen, von der Außenwelt abgeschiedenen Dörfer meiner Meinung nach noch unverfälschter, noch authentischer. Nur die an den Fels geklebten, bunten Häuser und das Meer, keine Autos, Bahn oder Menschen…

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Im Hintergrund in der Sonne die Halbinsel Portofino…
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… und Blick zurück auf Monterossa

Der ‚wahre Herr Waldmeister’ hat in seiner Stellplatz-App einen ‚wilden Platz’ ausfindig gemacht, welchen wir nach spätem Start vom Campingplatz ‚5Terre’ in Levanto hoch über Corniglia bei ‚Casa Pianca’ tatsächlich anfahren können – weit unter uns das Meer. Die Wetter-App meldet jedoch Regen ab ca. 15Uhr. Deshalb machen wir uns sofort auf den sehr steilen Weg Nr. 587 nach unten. Oje – das alles wieder hinauf nachher! ‚Donnamattea’ hofft auf eine Fahrt mit dem Bus später, denn direkt am Standplatz ist eine Bushaltestelle; wird schon klappen.

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Blick auf Corniglia
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Blick auf Manarola
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Und dann Corniglia nah vor uns.

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Dann beginnt es tatsächlich leider zu regnen…

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Wir sitzen eine Weile in einer Pizzeria. Kein Bus fährt hoch in die Berge, nur zum Bahnhof, welcher 1,3km außerhalb von Corniglia liegt, denn der Ort befindet sich ca. 100m über dem Meer. Die Bahn fährt unter dem auf Fels gebauten Dorf im Tunnel durch.

Es hilft nichts – im Regen steigen wir die 425 Höhenmeter langsam wieder hinauf! Unsere nassen Sachen hängen später gut verteilt im ‚Womo’ zum Trocknen, wir kochen lecker, sind sehr zufrieden und gemütlich ist es allemal bei uns im Warmen! 😉

Nachts klart es wieder auf und wir sehen die Lichter der Korsika-Fähren von und nach Genua bzw. Bastia. Außergewöhnlich schön.


Am nächsten Tag bedienen wir uns wieder einmal eines Tipps unseres ‚Womoführers’ – „Mit dem Wohnmobil nach Ligurien“ von Ralf Gréus – immer wieder eine feine Sache, auf ihn zurückgreifen zu können – Nr. 87 ‚Womo-Wanderparkplatz Manarola – Riomaggiore’ kostenfrei und sehr außergewöhnlich gelegen direkt hinter einem Straßentunnel und vor einer langen Brücke. Wir kommen an und erwischen das letzte freie Plätzchen!

Der Wanderweg nach Manarola führt dann zu Fuß durchs Tunnel zurück und relativ schnell in den zauberhaften, magischen Ort. Und heute scheint die Sonne wieder.

Manarola fasziniert…

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Vom letzten, südlichsten Ort der Cinque Terre erhasche ich schließlich auch noch ein paar Anblicke, weil ich vom Parkplatz in die andere Richtung über die lange Brücke gehe und von dort einige steile Stufen hinabsteige bis zu einer Steinmauer. Ich sehe einige Häuser und erblicke einen großen Friedhof am Berg – es ist Riomaggiore. Dann kehre ich wieder um. Donnamatteas ganz persönlicher intensiv gefühlter Abschied von den Cinque Terre.

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wp-1571750764509.pngIch denke, wir kommen irgendwann noch einmal hierher, ich hoffe und wünsche mir es…


Jetzt aber geht die Fahrt erst einmal weiter südwärts. In der riesigen Hafenstadt La Spezia finden wir unser Nachtquartier. Was für ein krasser Gegensatz.