Wir fahren eine für uns neue, empfehlenswerte Strecke zu Beginn in Andalusien, die A 92 ab Lorca. Natur-Landschaft, wilde, felsige, zum Teil schroffe Sierras, in der Ebene Olivenhaine, keine Industrie, recht hoch gelegen: zwischen 900 und 1200 Höhenmeter. Schön!
Zum Auftakt pausieren wir in Vélez-Blanco (1100hm) einem malerischen, steilen Bergdorf vor gebirgiger Kulisse. Hoch oben thront die Burg, wo wir sogar unseren Parkplatz finden.



Kleiner Spaziergang hinunter ins Dorf. Mit viel Ausblick…







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Unsere Route von Murcia nach Andalusien (alle Standplätze wie immer hier.):

Murcia: A = Cartagena * B = Totana * C = Aledo und Estrecho de la Arboleja * D = Lorca * E = Henares * Andalusien: F = Vélez-Blanco * G = Lorca * H = Cúllar * I = Guadix * J = Marchal
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Wir befinden uns seit Cúllar im UNESCO-Geoparque Granada. Wir nähern uns der Sierra Nevada...

Guadix. 1000 Meter hoch eindrucksvoll gelegen vor den verschneiten Bergen der Sierra Nevada. Außer der monumentalen Altstadt ist Guadix in erster Linie wegen seines Barrio de las Cuevas (Gebiet der Höhlenwohnungen) ein beliebtes Ziel.








Während die Zeit der Wohnhöhlen eigentlich überall vorüber ist, wird sie in Guadix und Umgebung nach wie vor gelebt! Die Höhlen sind geschickt an die Landschaft angepasst, wobei ganzjährig die gleiche Temperatur herrscht, immer zwischen 18 und 20 Grad Celsius, egal wie kalt oder heiß es draußen ist. Knapp 18.000 Einwohner hat Guadix, mindestens 4000 davon leben in den 2000 existierenden cuevas-casas.
Wir staunen und fühlen uns ein bisschen ins Land der Hobbits versetzt…











Das Womo steht mit vielen anderen auf dem großen Messplatz:



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In der Umgebung von Guadix gibt es weitere Wohnhöhlen, wir steuern deshalb den nahen Ort Marchal an. Er hat ca. 400 Einwohner. In der Gemeinde befindet sich das als Cárcavas de Marchal bekannte Gebiet, das aus einem tonhaltigen Massiv mit schön geformten Felsen besteht und als Naturdenkmal ausgewiesen ist. In der Vergangenheit wurde dieses Massiv zum Bau von Höhlenhäusern genutzt, in denen die Bewohner des Dorfes lebten und zum Teil auch heute noch leben.

Ein schön gelegener neuer Stellplatz. Mit Kunst, Info-Tafeln und Bänken gegenüber. Der Santiago-Pilgerweg führt vorbei. Und wir spazieren auch eine Weile mit, zuerst zum Jakobus hinauf, auf dem Rückweg an den Höhlenwohnungen vorbei…





















Eine Wanderung zu den Badlands (ein von tiefen, eng stehenden Erosionsrinnen zerschnittenes Gelände) und zu dem beeindruckenden Felstrauf gegenüber vom Ort schließt sich an.

Da aber Donnamattea mit ihrem Bericht leider ein wenig hinterher hinkt – hier ein ‚herzlicher Schnitt’… Bald dann mehr!