Beitragsbild: ‚REISE NACH JERUSALEM‘ von Christel Lechner vor dem Rathaus in Mosbach

Heute will ich euch die ALLTAGSMENSCHEN, übermannsgroße Betonskulpturen von Christel Lechner vorstellen, die mir nämlich soo gut gefallen! Ich bin auf sie aufmerksam geworden durch Instagram, bzw. durch Petras Reiseblog, dem ich folge.

Christel Lechner legte 1982 die Meisterprüfung in Keramik an der Werkkunstschule Münster ab. Sie lebt und arbeitet in Witten. Seit 1988 befasst sich die Bildhauerin intensiv mit dem Material Beton. Sie nutzt vor allem den öffentlichen Raum, um Menschen oder Menschengruppen in alltäglichen Situationen darzustellen. Es sind Momentaufnahmen von Personen, die sich beispielsweise zufällig begegnen, miteinander plaudern oder sich gerade ausruhen. Mit ihren Arbeiten will Christel Lechner die Menschen berühren, aber auch versöhnen mit einem Leben, das Höhen und Tiefen gleichermaßen bereithält.

Inszenierungen und Ausstellungen im öffentlichen Raum u.a. in Amsterdam, Neapel, Straßburg, Berlin, Bingen, Braunschweig und Wuppertal. Weitere Infos zur Künstlerin und ihren „Alltagsmenschen“:  www.christel-lechner.de

20. Juli bis 20. November „Alltagsmenschen“ Ausstellung in der Mosbacher Altstadt. Die Alltagsmenschen sind zurück in Mosbach! Nach dem Riesenerfolg der Ausstellung vor drei Jahren begegnen uns von Neuem überall in der Fußgängerzone Typen, die uns schmunzeln und einen Augenblick innehalten lassen. Gemein ist diesen liebenswerten Figuren die zumeist üppige Leibesfülle, aufgrund derer sie nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entsprechen – doch der Mensch im Alltag ist eben nicht perfekt…

Wer mehr über die Ausstellung in Mosbach wissen will, sei hier auf den Standorte/Lageplan und den Flyer verwiesen, aus dem ich auch oben zitiert habe.

Wir sind nicht mit dem Womo unterwegs; es ist ja schon November und unser liebes mobiles Zuhause steht friedlich in der Scheune im Winterschlaf. Wir sind auf dem Weg nach Eberbach – Insider wissen Bescheid – das Büdchen dort ‚winterfest machen‘. Und Mosbach liegt ja günstig auf der Strecke. Auf dem Rückweg ist noch mal kurz Mosbach geplant, weil an diesem Tag just ein Mittelaltermarkt angesagt ist. Also jetzt zeige ich euch nur meine Bilder und auch noch ein paar aus dem ebenso netten Städtchen Eberbach.

Berliner Paar
So geht’s los: Nr.1, das ‚BERLINER PAAR‘

Weiter auf dem Marktplatz mehrere Installationen:

Siehe Beitragsbild, die Alltagsmenschen spielen nämlich ‚REISE NACH JERUSALEM ‚, Nr.2  🙂

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Rathaus Mosbach
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Haus Palm, Marktplatz Mosbach
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Die sogenannte ‚BISTROSZENE‘, Nr.3
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Da mag man sich doch dazu setzen, so gemütlich ist’s bei denen. Allerdings zwei Damen wurde der Kuchen geklaut. 😦 Im Hintergrund die ‚Spieltruppe‘.
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Auch noch auf dem Marktplatz, vor der Kirche: ‚DER ERNST DES LEBENS‘ (Nr.4). Wobei ein bisschen sollte man den Humor nie verlieren….  😉

Weiter geht’s durch die Heugasse:

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Am Kandelschussbrunnen: der ‚BADENDE‘ (Nr.5)

Dazwischen ein paar andere, schöne Bilder aus Mosbach:

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‚Lampenmittwoch‘ 🙂
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noch mal mit Blick nach rechts…
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Ausnahmsweise hier mal eine ständig anwesende Bronzefigur 🙂
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Schöner Giebel mit Erker
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…und noch einer.
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Im Städtle

Sind wir jetzt in Baden oder in Württemberg??

Diese zwei Schilder stehen jedenfalls im Hof des Stadtmuseums:

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Mosbach ist badisch! Kehrwoche gibt’s überall.

Hierzu ein Zeitungsartikel: Wenn Mosbach plötzlich schwäbisch wird… Also doch!? 🙂

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Nr. 6 ‚BAUARBEITER‘

Auf dem Weg durch die Altstadt begegnet uns dann ein verträumt auf einer Bank ‚SITZENDER‘ (Nr.7)

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Schmales Haus
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Der letzte ‚SONNENANBETER’…
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… mit Hund (Nr.8)

Nun geht’s zum ‚MANN MIT GROSSEM HUND‘ oder Großem Mann mit Hund? Egal. Nr.9

Und weiter zur ‚FOTOGRUPPE‘ (NR.10). Aber wer macht dem Fotografen denn da Konkurrenz? 😉

Nur ich bin bissle feige und poste hier NICHT das Bild, auf welchem ich mich beim Mann mit der karierten Jacke unterhake…………. 😦

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Schönes Schild

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Hier meine Lieblinge: ‚DIE PUTZFRAUEN‘ (Nr.11)
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Mit Kittelschurz!! 😉 Wie findet ihr die schönen Details, die herrlich pastellfarben gemalten Muster, welche so wundervoll Stimmung erzeugen? Ich mag die Figuren deshalb so sehr.
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Der Vorletzte im Bunde, der ‚BLAUMANN‘ (Nr.12)
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Und zum Abschluss die ‚PICKNICKGRUPPE‘, leicht bekleidet unterm jetzt sehr herbstlichen Kastanienbaum! Aber die recht üppigen Damen hier frieren wohl nicht so schnell… 😉 (Nr.13)

Der Mensch ist dem Menschen das Interessanteste und sollte ihn vielleicht ganz allein interessieren. Alles andere, was uns umgibt, ist entweder nur Element, in dem wir leben, oder Werkzeug, dessen wir uns bedienen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Quelle: Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 2. Buch, 4. Kap.



Ortswechsel. Impressionen aus Eberbach:

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Haus in der Sgraffito -Technik

Das wissen wir so genau, weil wir eine urige Nachtwächter-Führung mitmachen. Der sehr geschichtskundige Mann im historischen Nachtwächtergewand führt uns eineinhalb Stunden durch die alten Gassen und erzählt unserer achtköpfigen Gruppe viele interessante Begebenheiten und Anekdoten aus der Eberbacher Vergangenheit. Nun war es bei der Führung logischerweise dunkel, deshalb gibt es nur dieses eine Foto davon:

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Die Laterne des Nachtwächters 😉

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Küfereimuseum

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‚Fesche Sau‘ vor dem Frisörladen- EBERbach halt…
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‚Kaiserlicher Hof‘, weil da früher die ‚Promis‘ abgestiegen sind (alles Wissen vom Nachtwächter…)

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Der ‚blaue Hut‘, der Turm mit dem Verließ 😦

Und direkt neben den ’schwedischen Gardinen‘ staunt man: „Alter Schwede!“:

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Oldtimer
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ein alter Volvo

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Wilder Wein im Herbstmodus
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Teil der Stadtmauer

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Staunenswerte Hochwassermarken an der Stadtmauer! Meistens kam das Wasser einmal kurz vor Weihnachten 😦 und wenn man dann alles endlich wieder trocken und sauber hatte – noch mal im Frühjahr 😦

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Am Tag der Heimfahrt regnet es dann leider viel, deshalb unternehmen wir nur einen kurzen Gang durchs abendliche Mosbach. Der Mittelaltermarkt liegt schon in den letzten Zügen, es wird dunkel – also nicht gut zum Fotografieren.

Und mit dem folgenden Abendrot-Bild will ich mich von den lieben ALLTAGSMENSCHEN – und von euch – verabschieden; nächstes Jahr dürfen sie eine andere Stadt besuchen…

Vielleicht trefft ihr sie dann auch einmal, es gibt ja noch viel mehr ihrer Sorte 🙂

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Schön war’s wieder –

bis zum nächsten Mal!!

Eure ‚Donnamattea‘