Drei Tage – die letzten im August 😉 – halten wir uns im Gebiet des Riesengebirges auf, unsere drei letzten Tage im uns lieb gewordenen Polen, hier in Schlesien

Das Riesengebirge ist Teil der Sudeten, hat subalpinen Charakter, höchster Berg ist die Schneekoppe mit 1603m. Das Riesengebirge bildet die Grenze zwischen Polen und Tschechien. Die Elbe entspringt hier in fast 1400m Höhe.


Tag 1: Hirschberg – Jelenia Góra, das Tor zum Riesengebirge

Die Hirschberger Altstadt war kaum zerstört im 2.Weltkrieg und so bewundern wir ausnahmsweise einmal einen eher original erhaltenen Marktplatz etc. Wetter heute ist nicht so toll, aber es soll wieder werden…

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Klick drauf!

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Rathaus
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Tag 2: Von Hirschberg nach Krummhübel – Karpacz

Wir besichtigen die ‚Kirche Wang’: ein bisschen Norwegen im Riesengebirge!

Es handelt sich um eine norwegische ‚Stabkirche’. Ein Stab-Bau besteht immer aus senkrecht gestellten Masten = Stäben, auf denen die gesamte Dachkonstruktion ruht. Stabkirchen entstanden in Skandinavien während der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum im 12./13. Jahrhundert.

Die hiesige Kirche wurde im 12.Jh. im Ort Vang in Norwegen erbaut. Als man dort später kein Geld zum Erhalt und zur Renovierung hatte, wurde sie 1842 für 427Mark an den preußischen König Friedrich Wilhelm IV verkauft, komplett zerlegt und per Schiff nach Stettin gebracht. Nach einigem Hin und Her wurde sie dann im Riesengebirge wieder aufgebaut. Die Konstruktion kommt ohne Nägel aus. Die Schnitzarbeiten an den Portalen, Säulen und Kapitellen, die Darstellung norwegischer Löwen sind wertvolle Kunstwerke der Nachfolger der Wikinger. Der steinerne Kirchturm daneben wurde als Windschutz gebaut. ‚Schneeeekoppe…‘ 🙂

Die ersten Rübezahl-Gestalten tauchen auf. Ihr kennt den Berggeist aus dem Riesengebirge sicher alle aus Märchen und Sagen.


Tag 3: Heute feiern wir schon wieder einen Geburtstag! Die ‚Frau’ jetzt – Donna Mattea höchstpersönlich. Und was wünscht sie sich? Sessellift fahren! (Ganz alte Zeiten…)

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Der Berg ruft: „Schneeeekoppe…..!“ Auf Polnisch ‚Śnieżka’. Übrigens, auch Goethe war hier! Am 15.9.1790 bestieg er die Schneekoppe und verfasste – welch Überraschung – auch ein Gedicht dazu:

In der Dämmerung des Morgens…..

In der Dämmerung des Morgens den höchsten Gipfel erklimmen,

Frühe den Boten des Tags grüßen, dich, freundlichen Stern!

Ungeduldig die Blicke der Himmelsfürstin erwarten,

Wonne des Jünglings, wie oft locktest du Nachts mich heraus!

Nun erscheint ihr mir, Boten des Tags, ihr himmlischen Augen

Meiner Geliebten, und stets kommt mir die Sonne zu früh.

Johann Wolfgang von Goethe

Also , ihr seht, wer Goethe als Motto im Blog führt, bekommt Goethe auch zum Geburtstag geschenkt. Der Tag ist herrlich! Ich will nicht viel schreiben. Und ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich bzw. wir das alles erleben dürfen!

Und noch ein kleines Geschenk für mich – auch sinnig – auf dem Gipfel der Schneekoppe, ganz oben, empfange ich allerbestes WLAN!  🙂

Und noch einmal: klick drauf!  🙂

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Schneekoppe-Werbung 1994:

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Schneeeekoppe….

Und das ist unsere Polen-Route, ca.2200km. Ziemlich salopp und ungenau eingezeichnet, weil es ein geliehener Reiseführer ist (Folie darüber gelegt):

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