Wir haben es nicht ganz so eilig und legen noch zwei nette Zwischenstops ein:

  1. Amberg in der Oberpfalz in Bayern
  • Die Altstadt ist umgeben von einer fast vollkommen erhaltenen mittelalterlichen Ringmauer mit heute vier Toren: Nabburger Tor (siehe Beitragsbild), Ziegeltor, Vilstor und Wingershofer Tor.
  • Eine Besonderheit stellt die so genannte Stadtbrille dar, ein fünftes Tor über den Fluss Vils. In zwei Bögen überspannt hier die mittelalterliche Stadtmauer den Fluss; einer der Pfeiler steht dabei im Wasser, so dass sich die zwei Bögen mit ihrer Spiegelung im Wasser zu zwei nebeneinander stehenden Kreisen ergänzen, was zum Namen führte. Der durch eine Schanzmauer verdeckte, jedoch lange Zeit vermauerte dritte Bogen auf festem Grund war wieder geöffnet und so der Originalzustand hergestellt worden. Dies war von vielen Ambergern zunächst als „Zerstörung“ der typischen, nur zweibögigen „Brille“ empfunden worden. (aus Wikipedia)

Wir schlendern durch die Altstadt und ich entdecke ‚Hasenspuren‘, die mich zu einer Joseph Beuys – Ausstellung führen. Den Hasen liebte Beuys als Symbol sehr und es gibt da ganz verrückte Sachen von ihm, z.B. ‚Wie man einem toten Hasen Bilder beschreibt‘. Dennoch gefällt mir die Ausstellung nicht so gut… Liegt’s am Beuys oder aber an der recht lieblos gestalteten Aufmachung der Ausstellung. Naja – vielleicht beides..

Joseph Beuys war ein deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

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Die ‚Stadtbrille‘
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Der Hochzeitsbrunnen

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2. Nördlingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern

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  • Die ehemalige Reichsstadt verfügt über eine wunderschöne Altstadt mit einer Fülle von liebevoll renovierten, prachtvollen Häusern aus dem Mittelalter und der Renaissance.
  • Die komplett erhaltene Stadtmauer von 1327 hat fünf Tore mit Tortürmen, elf weitere Türme und zwei Bastionen. Die Nördlinger Stadtmauer ist eine der besterhaltenen in Deutschland. Sie ist vollständig begehbar, so dass man darauf auf einer Länge von 2,6 km die ganze Stadt umrunden kann.
  • Nördlingen liegt im Nördlinger Ries, dem Einschlagkrater eines Meteoriten, der vor 15 Millionen Jahren in die Alb eingeschlagen ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 23 bis 25 Kilometern; sein Rand ist ringsum als Hügelkette sichtbar. Durch die wissenschaftliche Erforschung des Ries-Ereignisses wurde Nördlingen weltweit bekannt.

Wir nehmen bei herrlichem Spätsommerwetter an einer Stadtführung teil und erfahren viel über die Geschichte Nördlingens. Z.B. dass es seit der Reformation überwiegend evangelisch ist, dass es ehemals eine innere Stadtmauer gab (man sieht den inneren Gassenring), dann aber die Stadt größer wurde und man die heute so prachtvoll erhaltene (äußere) Stadtmauer baute.

Oder diese nette Legende:

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Nach einer entspannten Kaffeepause – man muss den letzten Reisetag schließlich voll auskosten –  besuchen wir das ‚Krater-Museum‘, wo wir viel über Meteoriten erfahren. Es sind sogar einige Exemplare ausgestellt, außerdem ein „Stück Mond“!!

Auch die gotische St.Georgskirche würdigen wir sowohl von außen als auch von innen. Sie wurde als katholische Kirche erbaut, ist jetzt aber evangelisch. Und sie besteht – ganz typisch für Nördlingen – aus dem Kratergestein Suevit. Außerdem wandern wir selbstverständlich auch ein großes Stück auf dem Wehrgang der Stadtmauer entlang.

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Wir betreten Nördlingen durchs Deiniger Tor
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Stadtansicht, eine runde Sache..

In der St. Georgskirche:


Im Kratermuseum:

3. Die weitere Rückreise führt dann über Heidenheim an der Brenz, Kirchheim unter Teck und Tübingen nach Hause.

Unsere wunderschöne Abenteuerreise endet nach 4400km Fahrt!

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Bild, aufgenommen in Prag 

Donnamattea dankt euch fürs Mitverfolgen und verabschiedet sich – so Gott will – bis 2017!!!   🙂 🙂

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken;
Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
Wie könnt uns Göttliches entzücken?

Johann Wolfgang von Goethe

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Bild, aufgenommen in Amberg