Beitragsbild: Obernai/Elsass

  • Ein langes Wochenende steht bevor!! Freitagnachmittag bis Dienstag (Tag der Deutschen Einheit). Das Wetter soll mittelmäßig werden, deshalb scheint die milde Rheinebene ein gutes Ziel zu sein: also – auf zu unseren Nachbarn ins Elsass!! Über Freudenstadt, Baiersbronn starten wir zur Schwarzwaldhochstraße bis Ruhestein. Erste Pause und Besuch im Nationalparkzentrum Ruhestein. Ein neues Gebäude ist im Bau, alles Baustelle gerade. Und es soll viele Millionen kosten…. Die alte Ausstellungsräumlichkeit ist wirklich ziemlich klein; eine Schulklasse – und alles ist voll… 😉 Wir wollen auch eine kleine Wanderung unternehmen und entscheiden uns nach Beratung mit einer Mitarbeiterin des Zentrums für den ‚Luchspfad‘ beim Plättig.
Foto: Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald); Archivbild

Jetzt aber eigene Bilder:

wp-1507466006204..jpg
Auerhahn (präpariert)
  • Wir fahren den Parkplatz Plättig an (18km nördlich auf der B500) und suchen unsere Wanderroute. 3 bis 4 Stunden soll die Wanderung dauern, schlechte Beratung. 😦 Das ist uns zu zeitaufwendig heute Nachmittag. Wir wollen noch nach Bühl auf den Friedhof und uns anschließend einen netten Übernachtungsplatz suchen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite biegt eine kleine Tour ab zu den Falkenfelsen und zur Hertahütte – eine schöne Kindheitserinnerung für Donnamattea. 🙂 Man klettert über die Felsen und kann dann die herrliche Aussicht über die Vorberge des Schwarzwaldes in die Rheinebene genießen – und viele wärmende Sonnenstrahlen auffangen…

wp-1507466008384..jpg

wp-1507466007345..jpg

wp-1507466011087..jpg
Tolles Bild, gell? Wer hat wohl das überdimensionale Herz gemalt/gesprayt?

Die Hertahütte:

wp-1507466007302..jpg

wp-1507466007510..jpg
.

wp-1507466005684..jpg


  • Weiter gehts zum Friedhof in Bühl mit Andenken an Eltern und Großeltern von ‚Donnamattea’…

wp-1507466005068..jpg


  • Zur ersten Übernachtung steuern wir den ‚Oberbrucher See‘ bei Bühl an. Auch eine uralte Kindheitserinnerung von ‚Donnamattea‘, hier hat mich einmal ein Schwan gebissen… 😦 Der See ist mittlerweile komplett eingezäunt und ist Teil eines Campingplatzes. Wir bleiben allerdings auf dem großen Parkplatz daneben stehen; wir haben schließlich alles an Bord. Wir genießen das freie Leben im Womo; Abstand von allem – das tut mal wieder gut. Und die Abendstimmung gibt noch ihren Teil dazu!
    wp-1507466006546..jpg
    .
    wp-1507466005715..jpg
    Blick in den Campingplatz
    wp-1507466004964..jpg
    .

    wp-1507466004165..jpg

wp-1507466010229..jpg


  • Und nun auf nach Frankreich:
wp-1507466010409..jpg
Bienvenue!!

Wir nehmen die Rhein-Fähre in Greffern.

 

wp-1507466005661..jpg


  • Wir waren schon öfter im Elsass und kennen dort schon einige hübsche Städtchen und Dörfer. Deshalb haben wir uns eine bestimmte Route für diesen Herbst überlegt. Ihr werdet sie nun kennenlernen:

FOTO_20171011_171510.jpgFOTO_20171011_171353.jpg

  • Erste schöne Elsass-Impressionen auf der Fahrt von Drusenheim bis Molsheim:
wp-1507466004292..jpg
In Weitbruch

wp-1507466004585..jpg

wp-1507466006988..jpg

wp-1507466007598..jpg
Immer wieder schöne Häuserfassaden
wp-1507466007426..jpg
Überbleibsel der Hopfenernte

wp-1507466009415..jpg


  • Molsheim – dummerweise fängt es erst zu stürmen und dann zu regnen an. So sind die Bilder halt ein bisschen düster, schade. Und wir brechen die weitere Besichtigung dann leider ab und eilen mit leicht regenfeuchter Kleidung flott wieder zum Womo zurück…  😦

wp-1507466006760..jpg

wp-1507466007262..jpg
Basilika Sainte Trinité

wp-1507466009815..jpg

wp-1507466007560..jpg
Das Schmiedtor

wp-1507466004801..jpg

wp-1507466005830..jpg
Die ‚Alte Metzig‘, das Haus der Metzgerzunft von 1554.

wp-1507482705901..jpg

FOTO_20170930_171600-2080x3697.jpg
Schönes Tor

  • Schließlich erreichen wir Obernai, wo es mehrere Womo-Stellplätze gibt. Wir wählen den Parkplatz Rempart. Dieser ist nicht gerade schön, dafür aber kostenlos und, was wichtiger ist, sehr nahe bei der Altstadt gelegen – bei schlechtem Wetter ein großes Plus… Der Regen hört auf und wir machen uns deshalb erneut auf zu einem vergnüglichen Stadtrundgang.

wp-1507466552753..jpgwp-1507466545200..jpgwp-1507466547038..jpg

wp-1507466543065..jpg

wp-1507466555221..jpg
Typisch Elsass 😉

wp-1507059684811..jpg

wp-1507466547648..jpg

wp-1507466555137..jpg
Stellplatzromantik Rempart  😉
wp-1507466555258..jpg
Und am Abend lerne ich das im Saarland so berühmte ‚Crèmeschnittchen‘ kennen!!! Der ‚wahre Herr Waldmeister‘ ist am Schwelgen…  🙂 Obwohl die Farbe hier gar nicht richtig stimmt; sie war ehemals wie Buttercreme. Man verwendete übrigens für die ersten Autos übrig gebliebene Farbe aus Wehrmachtsbeständen!! Lest nur mal nach. 😉
wp-1507466555171..jpg
Der Renault 4CV im ‚Hochzeitskleid‘
wp-1507466541690..jpg
1m hohes Gemälde in einem Laden in Obernai

  • Weiter gehts am nächsten Tag bis Barr; hier sind plötzlich alle Straßen versperrt – dann schauen wir halt mal, was da los ist bzw. was da gefeiert wird…
  • Das ‚Fête des Vendanges‘, ein Weinlese- bzw. Erntedankfest mit sehr viel Programm unterhält die Besucher heute schon den dritten Tag! Auf dem Rathausplatz herrscht bunter Trubel. Viele Musikgruppen kommen hier nach ihrem Marsch durch den Ort zusammen und führen noch einige Stücke vor. Ein paar Beispiele:
wp-1507466545597..jpg
Fanfarencorps Türkenlouis Rastatt. Badische Farben…
wp-1507466544853..jpg
Kleine Elsässer  und Elsässerinnen  🙂
wp-1507466551503..jpg
Italienische Fahnenschwinger

 

wp-1507466544891..jpg
Die Alphornbläser der Musikkapelle Pinswang aus Österreich
wp-1507466542917..jpg
Highland Pipes and Drums aus Deutschland…

wp-1507466555298..jpgwp-1507466541523..jpg

wp-1507466545740..jpg
Safranverkauf – aus der Krokuszucht

wp-1508002278115..jpg

  • So sind wir also mal wieder zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort/Ereignis gelandet. Wie so oft… Irgendwann reicht’s uns dann aber doch mit den vielen Festbesuchern. Und so kehren wir zufrieden, gesättigt mit Eindrücken und vielen bunten Fotos zum Womo zurück.
  • Wir fahren weiter Richtung Süden auf der ‚Route des vins‘  und erinnern uns immer mal wieder daran, wo wir schon waren, wo wir auch mal längere Strecken mit den Rädern unterwegs waren oder wo wir ehemals übernachtet haben.
  • Unterhalb des hübschen Ortes Itterswiller parken wir und spazieren zum Ortskern hinauf. Ja, hier sind wir mal durch geradelt…
wp-1507466551079..jpg
La Winstub Arnold

wp-1507466549717..jpg


  • Weiterfahrt nach Ribeauvillé = Rappoltsweiler, wo wir morgen eine Wanderung zu den hiesigen Burgen unternehmen wollen. Der Ort ist aber so voller Menschen und Autos am heutigen Sonntag, dass wir mit aller Müh und Not in einer Sackgasse wenden können. Da flüchten wir doch lieber ins nahe Hunawihr, wo der ‚wahre Herr Waldmeister‘ ein gutes Plätzchen kennt. Hoffentlich ist da etwas frei…
  • Und tatsächlich – am besagten Platz in Hunawihr = Hunaweier stehen ein Schweizer und ein Ludwigshafener schon da, aber für uns und später einen ‚FDS’ler ist noch gut Platz. Gottseidank. Über uns thront die trutzige Wehrkirche Saint-Jacques-le-Majeur, malerisch gelegen auf einem Weinberg. Ein außergewöhnlicher, romantischer Anblick von unten und ein noch erhebenderer exzellenter Ausblick von oben. Man sieht von hier auch schon auf die drei Burgen von Ribeauvillé…. Dann wird im Womo gemütlich gekocht und anschließend gegessen. Hier haben wir immer schon gut gelebt, erinnern wir uns… 🙂
wp-1507466546986..jpg
Schöne räumliche Perspektive
wp-1507466548117..jpg
Wilder Wein am Weinberg  😉
wp-1507466553488..jpg
Im Hintergrund die drei Burgen von Ribeauvillé
wp-1507466553174..jpg
.
wp-1507466552962..jpg
.
wp-1507466541646..jpg
Der nächste #Treppenfreitag kommt bestimmt…. Instagram 😉

wp-1507466541790..jpg

wp-1507466551181..jpg
Wehrkirche Hunawihr

Seltsame Spuren….

wp-1507466543095..jpg

…. führen sie zu diesem witzigen Schultor??

wp-1507466547583..jpg


wp-1507466545003..jpg
Übernachtungsplatz Hunawihr

  • Am Montagmorgen starten wir dann den zweiten Anlauf nach Ribeauvillé. Die Franzosen müssen arbeiten, kein Brückentag heute zum Dienstag. 😉 Wir parken daher unbehelligt hier:wp-1507469665297..jpgDank der Apps ‚maps.me‘ und ‚komoot‘  haben wir die Tour praktisch auf dem Smartphone; da kann ja nichts mehr schief gehen…
    Screenshot_20171014-083949.png
    Unser Wandergebiet im Überblick

    komoot-Tour

    Auch die Beschilderung vor Ort weist uns dann steil, aber wunderschön herbstlich bergauf zu den drei Ruinen Ulrichsburg, Burg Girsberg (manchmal auch Giersberg) und Burg Hohrappoltstein. Zuerst an der Stadtmauer entlang aufwärts, dann durch Weinberge, schließlich durch den Wald. Am Wegkreuz dort wählen wir die Wanderroute zuerst zur Ulrichsburg, was sich als sehr abwechslungsreicher, spannender, naturnaher Aufstieg erweist. Oben angekommen hat man eine imposante Aussicht auf den Ort, die herbstlich gefärbten Weinberge, in die weite Rheinebene und auch aufs kleine Hunawihr, unseren schönen Übernachtungsplatz unter der Wehrkirche. Die Ulrichsburg war wohl einmal ein sehr stattliches Chateau,  man sieht noch große Teile der Burganlage. Franzosen trifft/hört man heute kaum, dafür um so mehr Deutsche, die auch den Brückentag für einen Elsassausflug nutzen. Weiter gehts zur Ruine Girsberg, von der aber nicht mehr so viel steht. Zur dritten Burg wären es noch etliche Meter, besonders auch Höhenmeter, die schenken wir uns und steigen wieder gemütlich abwärts. 😉

wp-1507466550493..jpg

wp-1507466549012..jpg
Ausblick vom Pavillon auf Ribeauvillé
wp-1507466541718..jpg
Pavillon, auf halber Höhe

wp-1507466542097..jpg

wp-1507466549660..jpg
Was meint ihr zu dieser Bank? 😉  Beim Rückweg saß tatsächlich jemand drauf!! Ich genierte mich allerdings ihn zu fotografieren…

FOTO_20171014_195930.jpg

 

wp-1507466543549..jpg

wp-1507466548419..jpg
Ulrichsburg

wp-1507466545989..jpg

wp-1507466544784..jpg

wp-1507466545095..jpg
Blick von der Ulrichsburg in die Rheinebene
wp-1507466543134..jpg
Im Vordergrund Burg Girsberg
wp-1507466542855..jpg
Unten Ribeauvillé, dahinter mittig Hunawihr.

wp-1507466542252..jpg

 

wp-1507466545921..jpg
#ParkbankDonnerstag  (Instagram) am Montag auf Burg Girsberg 😉

wp-1507466545127..jpg

  • Es steht noch die Besichtigung von Ribeauvillé an, gemütlich schlendern wir durch den hübschen Elsass-Ort.
    wp-1507466554570..jpg
    Der hornblasende Pfeiferkönig am Haus des Ave Maria, dem sogenannten ‚Pfeiferhaus‘. Der alte Brauch des Pfeiferkönigs lebt noch heute als Volksfest fort.

    wp-1507466547610..jpg
    Die Burgen im Hintergrund

 

wp-1507466545177..jpg

wp-1507466541610..jpg
Ohne Worte
  • Anschließend kaufen wir noch paar feine französische Käsesorten und andere Spezialitäten ein für zuhause und auch für unseren Besuch morgen im Badischen. Dann biegen wir Richtung Deutschland ab, überqueren den Rhein bei Marckolsheim und fahren über Emmendingen bis zum Übernachtungsplatz in Waldkirch. Dort dreht sich die Wetterlage und es regnet und stürmt stark.

  • Den letzen Tag unserer Herbstreise nutzen wir ganz privat mit Besuch im Badischen, in Elzach….

wp-1507469665225..jpg

wp-1507469665322..jpg
Der Elzacher Schuttig

Schön war´s mal wieder auf unserer Tour …. wp-1507466549397..jpg


Die Reise- und Übernachtungsdaten:

  1. Am Oberbrucher See bei Bühl, vor dem Campingplatz, kostenlos. GPS: N 48°43’34″/ E 8°05’04.71″. Tagesetappe: 88km
  2. Stellplatz Rempart in Obernai/Frankreich, kostenlos. GPS: N 48°27’33.57″/ E 7°29’10.36″. Tagesetappe: 79km
  3. Hunawihr/Frankreich unterhalb der Wehrkirche, kostenlos. GPS: N 48°10’44.12″/ E 7°18’43.51″. Tagesetappe: 47km
  4. Stellplatz am Stadtpark Waldkirch, kostenlos. Tagesetappe: 66km
  5. Heimwärts. Tagesetappe: 85km

Gesamtkilometer der Tour: 365km


wp-1510481679677..jpg„À votre santé!“