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Den stimmungsvollen Titel hab ich ausnahmsweise ‚geklaut‘. Und zwar aus dem netten Wander-Büchlein ‚Stille Ziele im Ländle‘ von Werner Brenner, Silberbuch-Verlag Tübingen und Lahr/Schwarzwald. Mein Blogbeitrag handelt heute nämlich von der idyllischen Tour Nr. 23: ‚Ruine Eutingertal‘ aus besagtem Buch und ‚Donnamattea‘ ist diese Runde gemeinsam mit dem ‚wahren Herrn Waldmeister‘ selbstverständlich auch exakt so gewandert; naja, mit kleinem selbstverschuldeten Anfangsumweg.

Stille Ziele. Wie passend zur stillen ‚Corona-Zeit‘. Aber ganz so still mag die eigentliche Reise-Bloggerin nun doch nicht mehr halten. Wobei uns der Sinn nach einer Ausfahrt mit dem Wohnmobil (noch) nicht wirklich steht. Wir halten uns nämlich ziemlich streng an die Vorschriften #wirbleibenzuhause und kennen deshalb mittlerweile wirklich jeden Weg rund um unser schönes Dorf. Heute, am ersten Sonntag im Mai, erlauben wir uns eine kleine Erweiterung unseres Radius. Horb-Mühlen am Neckar ist der Ausgangspunkt der recht gemütlichen ca. 5 km langen Wanderung. Und da ich ‚Stille Ziele im Ländle‘ oben schon erwähnt habe, darf ich dazu die einleitende Kurzzusammenfassung zitieren:

Einen Ort, der sich ins Tal schmiegt, einen plätschernden Bach sowie eine Talaue mit üppiger Vegetation bietet diese relativ kurze, nicht zu anstrengende Runde. Das Glanzlicht ist die Ruine auf einem Hügel mitten im Wald, die in der Fantasie womöglich Burgfräulein oder Drachen auftauchen lässt.

Quelle siehe oben, S.107

Wir parken unser Auto auf einem Waldparkplatz zwischen Mühlen und Eutingen im Gäu. Von da geht’s auf schmalem Pfad durchs frische Maiengrün und ein paar Meter auch auf der kleinen Fahrstraße hinunter nach Mühlen. Sollte einem doch einmal ein anderer Wanderer begegnen, umrunden wir uns mit großem Abstand.

Im Ort führt der Weg ein Stück auf der Durchgangsstraße bis zur Kirche, wo wir wieder nordwärts abbiegen und dann immer am Eutinger Talbach entlang langsam wieder ansteigen. Dass es hier noch den ‚Lochbrunnen‘ gibt – auch ‚blaues Wässerle‘ genannt –  sowie unterirdische Bachläufe und Karstquellen, übersehen wir irgendwie…

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Kurz bevor wir am Pumpwerk Talmühle wieder auf die andere Bachseite wechseln, spricht mich – mit Abstand natürlich – eine junge Mutti an, die mit ihrem Mann und zwei fröhlichen Kindern ihren Sonntagsausflug in der Natur genießt. Und dann erkenne endlich auch ich in ihr die liebe ehemalige Kollegin – was für eine überraschende freudige Begegnung trotz ‚Social Distancing‘ derzeit!

Nun verlassen wir die Talaue und steigen einen schmalen Pfad hinauf bis zu den Mauern der ehemaligen Burg Eutingertal. Die Maiglöckchen beginnen passend zum Monat duftend zu blühen, herrlich grün ist’s überall. Drachen und Burgfräulein zeigen sich aber nicht. So erreichen wir schließlich das Hochplateau, erfreuen uns am leuchtenden Gelb der blühenden Rapsfelder, um bald darauf wieder am Ausgangsparkplatz anzukommen.

Man kann die Tour auch von Eutingen im Gäu aus angehen; hierbei wandert man dann auch den kompletten Naturhistorischen Weg Eutinger Tal.

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Möglichkeiten einer Einkehr? Gibt es derzeit nicht. Da muss man eben selber vorsorgen:

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Der ‚wahre Herr Waldmeister‘ – in Vorbereitung der Maibowle heute Abend
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Rapsblüte auf den Feldern

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Hier unsere Wanderstrecke; Start bei den ‚Haarnadelkurven‘ (kompass.de)

Mit diesem kleinen, unspektakulären Bericht grüße ich euch ganz herzlich und wünsche euch weiterhin gute Gesundheit und Hoffnung auf bald mögliche Corona-Lockerungen.

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Zum guten Schluss noch ein Blick auf einen wunderschönen Blumenstrauß, den ich kürzlich von der Chefin einer nahen ‚Blumenwerkstatt‘ per Auto vor die Haustür geliefert bekam. Überraschung. Einfach so. 🙂

Bis demnächst wieder – eure Donnamattea und der ‚wahre Herr Waldmeister‘

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Liebe Grüße — von deinen Kindern