Wir sind wieder unterwegs! Und es wird wohl eine längere Reise…

Donnamattea will euch natürlich mitnehmen. Immer mal wieder mit ein paar besonders schönen Eindrücken. Arbeiten am Blog sollen aber die Reise nicht zu sehr beeinflussen. Deshalb gibt’s Neuigkeiten nur ab und zu.

Nach drei Tagen Fahrt durch wunderschöne Herbstlandschaften im Badischen, durch die Bourgogne, die Auvergne und das Massiv central erreichen wir Argentat, den ersten Ort der ersten Route unseres Womoführers ‚Mit dem Wohnmobil nach Südwest-Frankreich, Bd. 27.

Argentat liegt im oberen Abschnitt der Dordogne und ist (laut Womoführer) ein bisschen Tourismusprovinz geblieben. Ab Argentat ist der Fluss mit Booten befahrbar. Früher waren das die Flößer, heute sind es die Kanuten. Die Dordogne ist ein sehr beliebter Paddelfluß.

Die Flößer damals, die Gabariers transportierten mit ihren flachen Holzbooten, den Gabares nicht nur Holz, sondern auch Kohle und Käse aus der Auvergne nach Bergerac und Bordeaux, wobei das Holz nicht nur zum Heizen, sondern auch für den Bau von Weinfässern benötigt wurde.

Wir verbringen eine Nacht auf einem urigen Stellplatz. Beim Spaziergang am folgenden Tag liegt der Ort leider noch eine ganze Weile im Morgennebel. Erst bei der Abfahrt hat es die Sonne durch den Flussnebel wieder geschafft. Also, dann noch ein paar Bilder auf der Brücke..


Der nächste wieder sehr charmante Ort ist Beaulieu-sur-Dordogne.

Die Büßerkapelle:

Am Wehr bzw. einer Staustufe an der Dordogne. So still und gemächlich der Fluss davor – wild rauschend plötzlich danach, um sich bald darauf wieder ganz zu beruhigen. Man denkt unwillkürlich über das Leben nach und erkennt Parallelen…

Nachts stehen wir direkt am Ufer der Dordogne, nebenan eine junge Walnussplantage:


Weiter geht’s mit ‚Slow Traveling‘. Langsam die Dordogne abwärts. Da der Fluss in unzähligen großen Mäandern verläuft, führt die Straße meist nicht im Flusstal, sondern steigt ungefähr 300m aufwärts auf die mit diversen Eichen bedeckte Hochebene. Das bunte Laub herrlich leuchtend in der klaren Herbstsonne. Dazwischen grenzen uralte Steinmauern kleine Weiden für Schafe und Ziegen ab. So fahren wir Kurve für Kurve auf schmalen Sträßlein von Dorf zu Dorf, oft sind es nur kleine verträumte Weiler, alle im hiesigen Baustil fast nur aus Natursteinen, auch die Dächer, aber mit viel Stil. Wunderschön.

Miers, ein Ort auf der Hochebene – ein kleiner Spaziergang in der Sonne:

Unten, im Tal der Dordogne herrschen die Walnuss-Plantagen vor. Nur noch die Blätter liegen unter den ausladenden Kronen. Und unter ebensolchen Walnussbäumen finden wir auch unseren hübschen Nachtplatz, in Lacave; wir stehen in der Nähe einer Pizzeria, die aber leider nur Kaffeezeit mit Eis und Crèpes anbietet. Einen kleinen Sack Walnüsse kaufen wir dann wenigstens. Und nachts singt die Nachtigall.

Hier kann man außerdem ein großes Höhlensystem, die ‚Grottes de Lacave‘ besichtigen, uns steht allerdings mehr der Sinn nach wärmender Sonne.


Weiter, mal wieder über die Dordogne…

… bis Souillac. Mit ca. 3000 Einwohnern die einzige Stadt an der oberen Dordogne. Schon zur Zeit der Gabariers Zentrum des Handels und des Handwerks. Uns spricht sie heute nicht so an, vielleicht weil um die Mittagszeit alle Läden geschlossen sind. Auch die 1830 errichtete Markthalle ist verwaist, aber dennoch von allen Seiten leider mit Autos zugeparkt. Witzig die historischen Gefäße zum Messen der Getreidemengen: Hectolitre, Demi Hectolitre und Double Decalitre. Alles klar? Erwähnenswert außerdem die byzantinisch inspirierte ehemalige Abteikirche Sainte-Marie (12.Jahrhundert).

Bis zum Dordogne-Ufer hinunter kommen wir nicht. Alle Standplätze der Reise ab sofort hier.


Bis bald! À bientôt!