So viele schöne Orte im vorweihnachtlichen Andalusien. Donnamattea kommt überhaupt nicht zum Stricken. Und leider auch kaum zum Blog. Da müsste sie sich halt kurz fassen… (schwierig 🙂 )

Um Ronda bei gutem Wetter genießen zu können – der Wetterbericht kündigt endlich wieder viel Sonnenschein an – legen wir zwei Tage Pause im hübsch gelegenen Loja ein und dann noch einmal auf dem großen Stellplatz in Campillos – Erinnerung an Heiligabend letztes Jahr. Und so klappt es mit gutem Wetter für Ronda!

Die Berühmtheit Rondas resultiert nicht zuletzt aus seiner grandiosen Lage. Stolz und trutzig wie ein Adlerhorst liegt es in 750 Meter Höhe auf einem Hochplateau, umgeben von mächtigen Gebirgszügen, die bis zu 1600 m hoch aufragen. Eine Brücke spannt sich seit dem 18 Jh. über die bis zu 90 m breite und 160 m tiefe Schlucht, genannt ‚Tajo de Ronda‘, des Río Guadalevín und verbindet die Altstadt ‚La Ciudad‘ mit der Neustadt ‚El Mercadillo‘.

Ronda gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten Spaniens. Phönizier, Griechen und die Römer waren zuerst da. Dann kamen die Westgoten und bald danach wurde es maurisch. Erst 1485 gelang es den Christen, die auf Grund seiner Lage uneinnehmbar geltende Stadt nach langer Belagerung zu stürmen.

Nun noch ein wenig zitiert aus einer Beschreibung, die noch viel mehr Interessantes aufzeigt (Sehenswürdigkeiten, Geschichte). Also am besten anklicken, wenn ihr Ronda nicht schon kennt (es ist wohl im Programm fast jeder Andalusien-Reise):

Ronda, die Stadt, die auf einem beeindruckenden Felsplateau thront, gehört in Andalusien auch als Kleinstadt in mehrfacher Hinsicht zu den Großen. Sie reiht sich ein in die Liste der „weißen Dörfer“ und hat schon bedeutende Literaten wie Rainer Maria Rilke und Ernest Hemingway mit ihrem Zauber zu langen Aufenthalten verführt.

In Ronda befindet sich zudem eine der ältesten und am besten erhaltenen Stierkampfarenen des Landes.

Typisch für Ronda sind die weißen Häuserfronten. In den malerisch verwinkelten und schmalen Gassen lassen sich die Häuserwände fast gleichzeitig mit den Händen greifen. Die Stadt besticht zudem durch die wunderschöne Altstadt sowie die direkte Lage an der Schlucht.

Andalusien-Tour.com

Zur Einstimmung ein paar Postkarten:

Nun die eigenen Fotos, zuerst die ‚Neue Brücke’/ Puente Nuevo. Sie überspannt die tiefe Schlucht, welche aus einem tektonischen Bruch entstand; erst danach hat sie der Río Guadalevín noch weiter in den Fels gegraben. Die Brücke wurde 1735 erbaut, stürzte aber nach sechs Jahren ein und riss zahlreiche Menschen in den Tod. Das heutige, 1793 fertig gestellte Bauwerk ist fast 100 Meter hoch. Die Baugeschichte erfahren wir im Brückenmuseum, welches sich im mittleren Pfeiler befindet.

Der Ausblick entlang der Felskante, egal wo man steht – und es gibt einige ‚Miradores‘ – ist immer überwältigend und atemberaubend…

Wir erstehen ein Kombiticket für sechs Sehenswürdigkeiten in der Altstadt (siehe Plan): Convento de Santo Domingo (19), Palacio de Mondragón (6), Museo Joaquín Peinado (11), Casa del Gigante (10), Baños Árabes (23) und das Brückenmuseum in der Puente Nuevo (20):

Besonders gut gefällt uns der ‚Palacio Mondragon‘ mit herrlichem Ausblick im Garten:

Im ‚Convento De Santo Domingo‘ fasziniert uns vor allem die derzeitige Fotoausstellung ‚Eingeschränkte Freiheit – Strasse ins Nichts‘:

Im Brückenmuseum:

Das Kunstmuseum des aus Ronda stammenden, kubistisch orientierten Malers Joaquín Peinado (1899 – 1975) zeigt zur Zeit außerdem eine Ausstellung zu Pablo Picasso:

Außer der Neuen Brücke gibt es noch die Römische Brücke (Puente Romano) und noch weiter unten die Puente Árabes. Dort liegt auch das Arabische Bad (Baños Árabes), Anfang 14. Jh. – mit seinen hübschen sternförmigen Lichtöffnungen gehört es zu den wenigen noch erhaltenen Relikten der arabischen Badearchitektur in Andalusien. Dort erfahren wir viel Interessantes über die Technik zum Betrieb des Bades und dass ein Esel unendliche Runden drehen musste, um das Wasser aus dem Río Guadalevín hoch zu schöpfen…

Ronda – noch mehr Impressionen… (Donnamattea hat einfach viel zu viele Bilder geschossen 🙂 )

Und damit verabschiedet sich Donnamattea nach drei aufregenden Tagen aus dem sehr außergewöhnlichen Ronda. Vor Weihnachten meldet sie sich ganz sicher noch einmal vom andalusischen Advent… Hasta luego!


Hier noch unsere Tour von Almería bis Ronda:
A = El Ejido B = Embalse de Béznar C = Granada D = Loja E = Campillos F = Ronda. Genaueres hier.