Heute mal Märchenprinzessin Donnamattea? Der Ort passt jedenfalls! Und das Datum hat auf jeden Fall feierwürdigen Erinnerungswert.. ❤ ❤

  • Was bedeutet das Wort Alhambra?

Alhambra (arabisch: الحمراء = Al-Ḥamrāʾ) kann man mit ‚die rote [Burg]‘ übersetzen.

  • Welche Dynastie erbaute die Alhambra?

Erbaut wurde diese von der Nasriden-Dynastie, die vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis 1492 die Sultane von Granada stellten. Es waren die letzten islamischen Herrscher auf der spanischen Halbinsel.

Zur Einstimmung des bezaubernden Tages und vor der nächsten Information zuerst noch zwei Fotos meiner gekauften Postkarten…

Zitiert aus: ALHAMBRA – MAURISCHE BAUKUNST IN HÖCHSTFORM

„Die Alhambra ist das wohl bekannteste und beeindruckendste Monument der maurischen Baukultur und der islamischen Kunst in Europa. Die komplette Burganlage umfasst ein Gebiet von ca. 13 Hektar. Bereits im frühen Mittelalter von den Berbern auf einer Erhebung bei Granada als Stadtburg erbaut, erhielt sie ihr heutiges Aussehen zum Großteil erst im 13. Jh. unter dem damaligen Herrscher Muhammad Ibn Yusuf Ibn Nasr.

Im Zuge der spanischen Reconquista (Rückeroberung) fiel die Befestigung nach langanhaltenden Belagerungen und Kämpfen als eine der letzten Bastionen der Moslems in die Hände der katholischen Könige Spaniens. In den folgenden Jahrhunderten gab es dadurch etliche Umbauten der nunmehr spanischen Herrscher, wodurch sich die maurische und spanische Baukultur auf bemerkenswerte Art und Weise vermischten. Nach Jahren der Kriege und der Verwahrlosung war es Napoleon, der die alten Bewässerungssysteme und Gärten wieder instand setzte – trotzdem aber nach Abzug von der Burg die restlichen Munitionslager in die Luft sprengte.

Heute zählt die Alhambra zu den berühmtesten Bauwerken Spaniens und ist eine der meist besuchten Attraktionen der Region Andalusien. Zur Alhambra gehören neben der alles umfassenden Festungsmauer, die Zitadelle (die Alcazaba), die Nasridenpaläste (Palacios Nazaries), der Palast Karls des Fünften, sowie diverse weitere Gebäude, wie z. B. Kirchen und Klöster. Neben der Festungsmauer befinden sich ausgedehnte maurische Gartenanlagen mit Wasserkanälen, Brunnen und Pavillons (der Generalife).“

Beim Betreten des Eingangs (oben: Pabellón de Acceso) wenden wir uns zuerst nach rechts zum ‚Generalife‘. Wir sind mit einem digitalen Führer ausgerüstet, den man bei Interesse/Bedarf nutzen kann.

Der Palacio de Generalife (von arabisch جنة العريف, DMG Ǧannat al-ʿArīf ‚Garten des Architekten‘, auch ,Paradies des Mystikers‘) war der Sommerpalast und Landsitz der Nasriden-Sultane von Granada. Er wurde im Jahr 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Palast und seine Gärten wurden im 13. Jahrhundert errichtet und bereits unter Ismail I. (1313–1324) umgebaut.

Die Anlage besteht aus dem Patio de la Acequia (Hof des Wasserkanals), der ein langes Wasserbecken, eingerahmt von Blumenbeeten, Brunnen, Kolonnaden und Pavillons aufweist, und dem Jardín de la Sultana (Garten der Sultanin). Ersterer wird als bestes Beispiel für einen mittelalterlichen Garten in Al-Andalus angesehen. Ursprünglich war der Generalife über einen überdachten Fußweg über die Schlucht hinweg mit der Alhambra verbunden. Der Generalife ist einer der ältesten verbleibenden maurischen Gärten.

Die Anlage der heutigen Gärten wurde im Mai 1931 begonnen und im Oktober 1951 beendet. Die Fußwege wurden im traditionellen Stil Granadas mit einem Mosaik aus Kieseln gepflastert, weißen aus dem Fluss Darro und schwarzen aus dem Genil.

Generalife (Wikipedia)

So beeindruckend und wunderschön…

Weiter geht’s vorbei am Palast von Karl V. zur Zitadelle (Alcazaba) mit fantastischem Blick auf Granada.

Und sogar auf die schneebedeckten Dreitausender der Sierra Nevada zu schauen, gönnt uns das zur Zeit recht durchwachsene Wetter eine Weile. 🙂

Schließlich der Höhepunkt! Um Punkt 13Uhr ist unser Einlass in den Nasriden-Palast vorgemerkt (Eintrittskarten mit Ausweis vorbestellt!). Und wir können nur bewundernd staunen. Ästhetische Pracht. Märchenhaft…

Der Löwenbrunnen

Die Kuppel. Architektonisch so gestaltet, dass man bei einem bestimmten Lichteinfall meint, sie schwebt schwerelos über einem und verbindet sich so mit dem Himmel…


Noch ein klein wenig ‚Profanes‘ zur Planung und Durchführung unseres Alhambra-Besuches. Mit einem Wohnmobil parken in Granada ist nicht ganz einfach. Wir stehen die Nacht davor in einem Vorort von Granada, ruhig und kostenfrei (Übernachtungsdaten wie immer hier). Dann auf P5 ungefähr fünf Stunden (18€). Die Eintrittskarten sind ausgesprochen günstig (besonders ab Alter 65 😉 ). Der Eintritt plus Führung auf deutsch hätte 49€/Person gekostet, wobei uns die Dauer von 3 Stunden von dem Kauf abhielt. Also für uns lieber individuell mit dem praktischen Audio-Guide (6€).

Das war unser wundervoller Besuch der Alhambra in Granada.

Mehr möchte Donnamattea nicht sagen – die Bilder genügen und werden zur bleibenden Erinnerung an einen magischen Ort…