So stilvoll wird man bei der Einfahrt in den kleinen Ort Gallocanta empfangen:

Zu Tausenden kommen im späten Herbst die Kraniche über die Pyrenäen, um sich am Salzsee der Laguna de Gallocanta zu erholen, bevor sie ihre Reise in ihr Überwinterungsgebiet in der Extremadura fortsetzen.

Die Laguna de Gallocanta ist einer der größten Seen Spaniens in Aragonien und eines der größten Überwinterungsgebiete des Europäischen Graukranichs. Auf 995 Meter über Meereshöhe gelegen, erreicht er bis 7,7 km Länge, 2,8 km Breite und 1,5 m Tiefe bei einer Fläche von gut 14 km².

Die rastenden Kraniche erreichten im Winter 2008/2009 eine Höchstzahl von 35.790. Die Lagune ist ein nationales Naturschutzgebiet. Die Vögel finden Nahrung auf umliegenden Mais- und Sonnenblumenfeldern.

Wikipedia

Wir parken erwartungsvoll am Naturpark-Informationszentrum:

Der Wind pfeift mächtig, dazu hören wir dauernde laute Geräusche von Vögeln. Können das die Rufe der Kraniche sein? Wir müssen sofort auf den Steg, der zur Lagune hinausführt!

Und dann sehen wir sie! Auf einem Feld stehen Hunderte, nein eher Tausend(e)! Sie suchen nach Nahrung, lärmen ziemlich, zuweilen fliegt ein kleiner Schwarm ein paar Kreise und landet dann wieder. Nur leider besitzen wir jetzt keine Kamera mit Teleobjektiv, sondern nur Smartphones.

Auf jeden Fall ein unglaublich ergreifendes Naturerlebnis für uns!

Anschließend besuchen wir das Infozentrum mit angeschlossenem Naturkunde-Museum. Viele sehr lehrreich mit Präparaten von Vögeln ausgestattete Vitrinen gibt es zu sehen, meisterhafte Fotografien von den Tieren (siehe unten! 🙂 ). Im Obergeschoss genießt man eine tolle Aussicht auf die Lagune und kann auch die dort vorhandenen Ferngläser benutzen.

Abendstimmung über der Lagune; mit Vogelgeräuschen:

Weitere tolle Vogel-Streetart-Darstellungen entdecken wir im Ort am nächsten Morgen, die Sonne lässt sich leider nicht blicken..

Beim folgenden Foto entschuldigt bitte die Qualität.. 🙁 Noch einmal erhaschen wir nämlich einen Blick auf diese eleganten Tiere:

Kritisch ist noch anzumerken, dass die Lagune, die nur von Regenwasser gefüllt wird, in den letzten sehr trockenen Sommern sehr viel an Ausdehnung eingebüßt hat. Sie könnte also in Zukunft auch vollständig verlanden…

Und mit diesem letzten Bild von den Kranichen verlassen wir den zauberhaften Ort.

Vielleicht treffen wir sie wieder in der Extremadura...