
Davor noch ein Mal Halt in La Vall d’Uixó
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Eigentlich sind Großstädte nicht so unser Ding. Aber es gibt einen Grund, warum wir in den nächsten Tagen tatsächlich mal mitten nach Valencia müssten. Für Donnamattea liegt nämlich in einem großen Kaufhaus etwas Nettes (Multimedia) zum Abholen bereit. 🙂
Unser ansprechender Platz im Vorort Mislata (Park-App!):


Wir sind überrascht und neugierig, ob es tatsächlich einen ‚grünen Fußweg‘ bis zum Kaufhaus gibt. Kann das sein?
Wir wandern durch einen Park – mit schönen Pflanzen und Spielplätzen…

















Mittlerweile wissen wir erstens, dass wir gern mehr sehen wollen von Valencia und zweitens, dass es einen ‚Hop-on/hop-off-Bus‘ gibt, dessen Haltestelle Nr.15 (Bioparc) recht nahe bei unserem Standplatz liegt (roter Punkt im Plan). Alles klar für morgen!



Die ‚grüne Tour‘ zu Fuß heute war übrigens 9,4 Kilometer lang…
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Klappt alles, wir sitzen im Bus mit Erklärungen auf Deutsch per Kopfhörer – alles im Preis enthalten. 🙂



Vorbei an den Torres de Quart (mit vielen Einschusslöchern)
Durch die Prachtstraße Carrer de la Pau…









Die Skulptur Dama Ibérica – in der Mitte eines Kreisverkehrs – hat der Künstler Manolo Valdés geschaffen. Das eigenartige Kunstwerk ist 18 Meter hoch, besteht aus 20.000 kleinen kobaltblauen Keramikfliesen und ist 40 Tonnen schwer. Das Denkmal ist eine Hommage an die iberische Skulptur Dame von Elche aus dem 5. und 4. Jahrhundert v. Christus. Im Sockel sind weitere 8000 Ersatzfliesen verborgen.
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Ihr seht: So eine Busfahrt erklärt manches! Und deshalb wissen wir nun auch, wieso es das ‚grüne Band‘ durch Valencia gibt.
Hier floss nämlich seit Urzeiten der Rio Turia. 1957 gab es jedoch ein schreckliches Unwetter, ungeheure Wassermassen zerstörten die Ufer und forderten viele Menschenleben und Existenzen. In den 60er Jahren entschied man sich schließlich dazu, den Fluss um die Stadt herum umzuleiten bis zum Meer. Nach der Trockenlegung des alten Flusslaufs entstanden später die wunderschönen Grünanlagen, der heutige Jardín del Turia. (Hätten wir unseren ‚WOMO-Führer‘ brav davor studiert, hätten wir das alles allerdings früher schon gewusst..)


Sehr breit und tief ist der Betonkanal des umgeleiteten Rio Turio – alles wohl richtig gedacht. Große Straßen führen beiderseits entlang (siehe links in der obigen Abbildung). Das Flussbett eigentlich immer ohne Wasser… Bis zum Herbst 2024. Da konnte es die fürchterlichen Wassermassen aus dem Hinterland auch nicht mehr fassen.. Dana (auf Deutsch: ‚isoliertes Tief in großer Höhe‘). Tragisch, wie ihr wisst..
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Wir fahren eine ganze lange Runde mit dem roten Bus. Viel zu sehen und zu hören.. Jetzt die Bilder vom ersten Ausstieg von Runde zwei bei Haltestelle Nr.1 ‚Pintor Sorolla‘ in der Altstadt:

Marques de Dos Aguas Palace, Keramik-Museum







Viele Menschen sind unterwegs, ein kleiner Umzug läuft mit Musikbegleitung durch bestimmte Straßen, Frauen in Tracht tanzen, irgendeine alte Tradition..
Der achteckige Torre del Miguelete, eines der Wahrzeichen von Valencia. Weiter unten: die Plaza de la Reina und der Rathausplatz. Ein frohes Treiben..











Bei Haltestelle Nr.2 ‚Plaza Toros‘ nehmen wir wieder den Bus und fahren ein Stück weiter. Bald steigen wir erneut aus. Wo, zeigt euch Donnamattea im nächsten Beitrag.. 🙂
Wieder ein toller und informativer Bericht! Die Stadt pulsiert und sieht sehr lebendig aus! Und hat eine tolle Architektur!
Mich hat das mit dem alten und dem neuen Flussbett sehr interessiert…