Und ihr werdet es kaum glauben, schon wieder ein ‚Welterbe‘:

Telč ist von eindringlicher Schönheit, für manche gar das malerischste Städtchen der ganzen Republik. Der historische Kern samt prunkvollem Renaissanceschloss steht auf der Welterbeliste der UNESCO.

Teltsch liegt malerisch zwischen zwei Teichen, wobei einer zur Zeit trockengelegt ist (??). Über eine Holzbrücke erreichen wir die Altstadt. Am keilförmigen Hauptplatz lädt ein pittoreskes Ensemble prächtiger Renaissance- und Barockhäuser zum Giebelgucken ein! Danach besteigen wir den spätromanischen, 49m hohen Turm der Jakobskirche mit schönem Blick über die Altstadt und die Teiche um die Stadt. Das Renaissance-Schloss (Zámek) besichtigen wir nur von außen.

Reisedaten: 5.Tag (9.8.): Waldrand in der Nähe der Burg Roštejn(CZ); N 49°15’41.99“/E 15°25’56.76“, kostenlos; Tagesetappe: 110km


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Teltsch
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Hauptplatz von Teltsch

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Teltsch: Rückweg zum Womo

Wir starten (am Tag 6 der Reise) nach Trebitsch = Třebíč, weiter gen Osten also, nach Südwest-Mähren. Unterwegs plane ich ein wenig mit Hilfe unserer Reiseführer. Was kann man in Trebitsch außer schönen Häusern noch besichtigen? Wir hatten doch schon so viele wunderschöne… Das kann man doch gar nicht mehr toppen.

Třebíč zählt 40.000 Einwohner, besitzt eine bemerkenswerte romanische Basilika und eben wieder viele, schöne, detailgetreu restaurierte gotische Bürgerhäuser mit üppigem Renaissance- Sgraffitoschmuck.

Was uns jetzt aber wirklich neugierig macht, ist ein erneutes UNESO-Welterbe: ein altes jüdisches Ghetto. Es wurde von der Stadt mit Millionenaufwand rekonstruiert. 123 Häuser und zwei Synagogen stehen hier dicht gedrängt. Die niedrigen Häuschen, in die heute Weinstuben, Cafés und winzige Läden eingezogen sind, die in den Fels gehauenen Stiegen und die schmalen Gassen vermitteln einen Eindruck von den beengten Verhältnissen im Ghetto. Auch ein jüdischer Friedhof gehört dazu.

Wir besichtigen die Hintere Synagoge, die aber nicht geweiht ist und für Konzerte und Ausstellungen genutzt wird und bestaunen die wunderschönen, fremd und geheimnisvoll wirkenden, religiösen Wandmalereien.

Es wird einem immer recht schwer ums Herz, wenn man das schreckliche Drama aus der deutschen Vergangenheit mal wieder so nah erlebt. …

Wir fahren dann weiter mit dem Gedanken an einen Campingplatz; es wäre mal wieder an der Zeit. Bei Hartvíkovice zeigt uns maps.me einen Platz an einem Stausee. Irgendwie gefällt es uns dann aber nicht so richtig dort, viele junge Leute treffen ständig neu ein, es ist Freitag. Da wird sicher ordentlich gefeiert und so lassen wir den Platz sausen und machen uns erneut auf den Weg.

In Namiest an der Oslawa = Náměšt’ nad Oslavou, ca. 15km weiter, soll es eine Miniaturausgabe der Prager Karlsbrücke mit 20 Barockstatuen auf beiden Seiten geben. Hoch über dem Ort thront außerdem ein mächtiges Renaissanceschloss. Die diversen Besichtigungen verschieben wir aber auf morgen, jetzt suchen wir erst mal unser hübsches Abend- und Schlafplätzchen am Ufer der Oslava auf. Gewitter und einen beeindruckenden Abendhimmel gibt’s dann auch noch…

Reisedaten: 6.Tag (9.8.): Parkplatz am Sportgelände in Namiest an der Oslawa (CZ); N 49°12’41.45“/E 16°09’24.69“, kostenlos; Tagesetappe: 83km

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Stadtkern Trebitsch, nördlich des Flusses das jüdische Viertel
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Basilika

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Marktstände

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Jüdisches Viertel:

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Übernachtungsplatz:

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Namiest an der Oslawa:

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Die „Karlsbrücke“ 😉
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Straßenpflaster in Trebitsch

Viel Glück euch allen!