Hallo August! Da gibt’s bei Donnamattea ja immer einige ‚Feiertage‘ 🙂 . Sie kommt nur gar nicht mit dem Blog in Fahrt bei der Fahrt. Da geht’s bei Instagram doch wesentlich einfacher; siehe dort #🚐💨Augustreise22🎊.

Aber trotzdem – jetzt mal los – einmal Hamburg bitte! 🙂

Über die A81 und Tauberbischofsheim (1. Übernachtung) kommen wir auf der A7 am nächsten Tag bis fast nach Göttingen bzw. wir verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt Hann. Münden. Hier etwa kann man in den Harz ‚abbiegen‘, meint Donnamattea aus dem Reiseführer („Mit dem Wohnmobil in den Harz, in das Weserbergland, an die untere Saale und an die Elbe“) herauszulesen. Aber ihre sehr saloppe Reisevorbereitung täuscht ein wenig… Es geht hübsch an der Fulda und der Weser entlang bis Uslar. Das nette, ziemlich verschlafene Städtchen liegt aber nicht am Harz, sondern am Solling. Wieder was gelernt! Und ab hier geht es jetzt erst mal langsam weiter. Urlaubsmodus. Der wahre Herr Waldmeister mag es kulinarisch griechisch, dazu ein Bier der Marke Bergbräu, der Brauerei in Uslar – Prost!

Am nächsten Morgen dann zuerst eine kleine, aber dafür steil bergan führende Wanderung auf den Sollingturm bei Uslar:

Anschließend fahren wir ein paar Kilometer weiter in den Solling Richtung Holzminden bis Neuhaus/Silberborn. Dort wandern wir, vorbei an der Köhlerhütte Hille-Bille, zum nächsten Turm, dem Hochsollingturm. Hier erwischen uns ein paar Regentropfen, der Himmel wird düster und einige Donnerschläge grollen, aber das war’s dann auch mit schlechtem Wetter. Über den Liebesbankweg schlendern wir wieder zurück zum Womo. Das sicherlich interessante Hochmoor Mecklenbruch fällt leider unserer leichten Müdigkeit/Lauffaulheit (?) zum Opfer.


Der nächste Tag liefert dann wieder sehr sommerliche Temperaturen und wir steuern die Universitätsstadt Göttingen an. Der Womoführer berichtet von vielen Wissenschaftlern, die hier ausgebildet wurden oder lehrten: u.a. Robert Koch, Paul Ehrlich, Max Planck, Werner Heisenberg, Otto Hahn, Carl Friedrich Gauß. Das Gaußsche Haus steht neben der Wiechert’schen Erdbebenwarte, die man besichtigen kann bzw. wo man an einem künstlich erzeugten Minierdbeben teilhaben kann. „Oh, das wollen wir sehen!“ Aber alle Führungen sind leider ausgebucht. Zum Parken des Womos empfiehlt der Womoführer (und park4night) den Sandweg am Kiessee (GPS 51.51911/ 9.919171).

Es ist zwar nicht sehr weit von da bis zur Innenstadt, aber wie gesagt ziemlich heiß heute.. Und so kommen wir plötzlich auf eine bisschen verrückte Idee bzw. wir stolpern fast darüber. Wir schnappen uns nämlich zwei E-Roller, die am Radweg herumstehen. Und flott geht’s weiter! Zwischen uns im Bild unten schließlich die Gänseliesel vom Gänseliesel-Brunnen vor dem Alten Rathaus.

Den Turm der Jacobikirche kann man leider nicht besteigen. Schließlich landen wir im Alten Botanischen Garten, wo man die Hitze eher aushalten kann und dann noch besser im Café Botanik, welches man durch einen Tunnel im Wall erreicht. Mehr schaffen wir nicht in Göttingen. Zurück zum Womo finden wir dann wieder recht bequem, jetzt mit dem Bus; wir erstehen nämlich geschwind zwei 9€-Tickets (die später noch einige Male zum Einsatz kommen). 🙂


Zur Übernachtung fahren wir aber weiter.

Bis Duderstadt. So ein schöner Ort! Die Kleinstadt glänzt mit einer historischen Altstadt, die aus etwa 600 Bürgerhäusern besteht. Die Fachwerkhäuser prägen das mittelalterliche Stadtbild. Das historische Rathaus aus dem Jahr 1302 gehört zu den ältesten Rathäusern in Deutschland. Daneben steht die Mariensäule.

Hessesches Haus, Marktstraße 84, erbaut im Jahr 1620 von Johannes Hesse. Auffallend die figürlichen Knaggen (Bauteile im Fachwerkbau) in zeitgenössischer Kleidung, sowie die hohen Spruchbänder. Die untere lateinische Inschrift dokumentiert den lutherischen Glauben: „Wenn Gott für uns (ist), wer (kann da) gegen uns sein.“:

Der Westerturm mit seiner eigenwillig gedrehten Spitze:

Zum Abschluss noch der Blick von der Sulbergwarte auf Duderstadt und die Umgebung:

Als kleines Andenken an die schöne Stadt ersteht der wahre Herr Waldmeister auf dem Markt noch einen ‚Eichsfelder Feldgieker‘; es handelt sich um eine kulinarische Bekanntheit aus Duderstadt, eine schwergewichtige Mettwurst in Blasenform, die wegen ihrer Spezialverarbeitung besonders köstlich schmecken soll und lange haltbar ist!


Nach dem Fall der Mauer engagierte sich der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann dafür, den Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu Thüringen für den Naturschutz zu erhalten. Dies trug zur Entwicklung des ‚Grünen Bandes Deutschland‘ bei. Nahe Duderstadt besuchen wir deshalb das Gut Herbigshagen; dies ist der Sitz der Heinz Sielmann Stiftung. In der Assisi-Kapelle fand Heinz Sielmann seine letzte Ruhestätte. Von dort hat man einen weiten Blick bis zum Harz und man erkennt sogar den Brocken.

Die Rhumequelle am Südrand des Harzes, ein Quelltopf wie der Blautopf auf der Schwäbischen Alb.

Mit zwei Bildern aus Osterode am Harz verabschiedet sich Donnamattea vorerst. Wir machen noch einen Besuch bei lieben Bekannten (und Followern) hier um die Ecke – „Seid gegrüßt!“ 🙂 und dann geht’s weiter Richtung Hamburg. Bis bald wieder!


A = Ausfahrt A7 Hann.Münden, B = Uslar, C = Neuhaus im Solling, D = Göttingen, E = Duderstadt, F = Rhumequelle, G = Sieber/Herzberg am Harz, H = Osterode am Harz, I = Eisdorf/ Bad Grund, J = Bad Grund (Harz)


Unsere Übernachtungen:

  • Dittigheim/ Tauber, am Sportplatz (Ba-Wü); GPS 49.609892/ 9.677647; p4n
  • Uslar am Solling (Niedersachsen), Am Mühltor; GPS 51.65728 / 9.63297; p4n
  • Neuhaus im Solling, P Bruchweide; GPS 51.754245/ 9.527929; p4n
  • Duderstadt, Womostellplatz am Freibad; GPS: 51.505937/ 10.25913; p4n u. Womoführer Nr.8
  • Sieber/ Harz; Womostellplatz Am Freibad; 51.694556/ 10.419011; p4n u. Womoführer Nr.13
  • Bad Grund/ Harz, P2 WeltWald; GPS 51.819961/ 10.233775; p4n