Nach ‚zwischen den Jahren‘ jetzt ein wenig zwischen den Ländern. Grenzgänger zwischen Spanien und Portugal. Unsere Route ab A = Corteconcepción (vorheriger Beitrag):

B = Cortelazor (E) / C = Navahermosa (E) / D = Aroche (E) / E = Vila Nova de São Bento (P) / F = Serpa (P) / G = Mina de São Domingos (P) / H = Mértola (P) / I = Pomarão (P) / J = Puebla de Guzmán (E) / punktiert = weiterer Plan: Minas de Ríotinto. Alle Standplatzdaten wie immer hier!

B = Cortelazor. Schöne, jedoch verkürzte Wanderung ziemlich steil und steinig zum ‚Charco Malo‘, einer Art Karstquelle tief in einem Tal:


D = Aroche. Eine beschauliche Besichtigung des auf einem Berg gelegenen Ortes Aroche. Und im Tal unten ein ruhiger, friedlicher Standplatz an der ‚Ermita de San Mamés‘ bei römischen Ausgrabungen und einer großen Ziegenherde:

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Bei Rosal de la Frontera überqueren wir – eigentlich ganz ungeplant – die Grenze zwischen Andalusien und Portugal. Und auffallend gleichzeitig ändert sich auch die Landschaft. Statt der vielen Berge nur sanfte Hügel. Die Gegend scheint plötzlich lieblicher zu sein. Wir sind im ‚Alentejo‘.

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E = Vila Nova de São Bento. Hübscher Haltepunkt – per Park-App gefunden 😉 – an der Kapelle São Bento/ Cruzeira. So schön blüht der ‚Nickende Sauerklee‘ zwischen den Olivenbäumen. Wir starten zur Wanderung ‚Rota do Lago‘ Richtung Stausee ‚Facho II‘, die Tour ist 19km lang, deshalb kürzen wir später auf 9km ab. Aber der See, zumindest die erreichte Stelle, ist völlig verlandet. Und unsere Hoffnung viele Vogelarten anzutreffen erfüllt sich leider kaum – nicht einmal Störche.. Aber wir genießen die blühende Natur und die Sonne!


F = Serpa. Dank des vorsorglich ‚an Bord‘ vorhandenen und unten abgebildeten Reiseführers ‚Süd-Portugal‘ 😉 finden wir nun die weiteren interessanten Orte unseres kleinen Portugal-Ausflugs. Serpa besitzt ein mittelalterliches Zentrum, ein Aquädukt mit einem Turm, auf den vermutlich arme Esel die mit Wasser gefüllten Tonkrüge durch Antreiben von Getrieberädern hinauf hieven mussten.. Man sieht schöne weiße Kirchen und viele Tore, die durch die Stadtmauer führen, das größte ist die ‚Porta de Beja‘. — Wir genießen außerdem zwei Tage auf dem einfachen, sehr sympathischen und sehr sauberen ‚Camping Municipal‘ mit Waschmaschine usw.


H = Mértola.

Das Städtchen Mértola im Osten des Alentejo hat seinen ganz besonderen Charme. Weiß getünchte Häuser, die sich am Hang des Rio Guadiana schmiegen, und hoch oben wacht das Castelo über die Stadt mit gerade einmal 3000 Einwohnern – das aus gutem Grunde von rund 40.000 Touristen jährlich besucht wird. Spuren von maurischen und römischen Einflüssen sind bis heute sichtbar.

portugalismo.de

Wir parken in der Nähe der vier Wassermühlen des Flusses Guadiana:

Stadtbesichtigung Mértola, wir schlendern bis zum ‚Castelo de Mértola‘ hoch mit herrlichem Blick über den Ort, den Guadiana und die folgende wundervolle Kirche..

„Stolz wacht die Kirche ‚Nossa Senhora da Anunciação‘ in Mértola am Ufer des Flusses Guadiana über die kleine Ortschaft im Distrikt Alentejo.

Schon aus der Ferne erblickt man das markante Gebäude mit seiner reinweißen Fassade. Errichtet wurde das Gotteshaus im elften Jahrhundert, nicht aber von portugiesischen Christen. Es waren die muslimischen Mauren, die das Gotteshaus als Moschee erbauten.

Erst nach ihrer Vertreibung aus Portugal wurde aus der Moschee die Mariaverkündungskirche Igreja de Nossa Senhora da Anunciação in Mértola. Letztmals wurde das Gotteshaus im 16. Jahrhundert im manuelinischen Stil umgebaut.“ ( Portugal 360°)


Bevor wir bei I = Pomarão Portugal wieder verlassen, muss Donnamattea euch noch einige für uns ungewöhnliche Pflanzen zeigen…

Auf dem Weg durch den ‚Parque Natural do Vale do Guadiana‘ begegnen uns u.a. Zistrosen, besonders schön die Lack-Zistrose, der Ästige Affodill, gelbe Lupinen, weiße Teppiche aus Hundskamille, Rote Lichtnelke, die hübsche Narzisse Tazette…


Die heutige Tour endet bei J = Puebla de Guzmán, wo wir zwei Tage allein (!) auf einem nagelneuen Stellplatz verweilen mit Wifi, kostenlosem Strom und Wasser – sozusagen ein einmaliges Erlebnis dieser bisherigen Reise!


Und noch etwas. Ihr wisst, Donnamattea bewundert gute künstlerische Street-Art sehr. In G = Mina de São Domingos findet sie ein Werk von Pøbel, einem norwegischen Künstler. Sein Pseudonym leitet sich von lateinisch populus = ‚folk‘ oder ‚people‘ ab.

„Ich war hier, ich werde hier sein“ ist eine Straßenkunstinstallation in Mina de São Domingos, die aus dem Dialog zwischen zwei Künstlern – einer Portugiesin und einem Norweger – der Bergbaustadt Røros und Mina de S. Domingos entstanden ist.

Tamara Alves und Pøbel verbrachten im März dieses Jahres einen kurzen Aufenthalt in der Stadt Røros, einer ehemaligen Bergbaustätte, die in ein Museum umgewandelt wurde, und zogen dann im Juni in die Gemeinde Mértola, wo sie in einem ganz anderen Klima lebten – ein gemeinsames Erbe: Bergbau in einer isolierten Region mit wenigen alternativen Ressourcen.

malacate.pt