Wo sind Donnamattea und der wahre Herr Waldmeister eigentlich? Und wo wollen sie hin?

Um das zu beantworten zeigen wir heute unsere bisherige Fahrtroute seit dem Erreichen und den ersten Zielen in Lothringen (Beitrag 1). Der aktuelle Bericht handelt dabei von den Orten ‚F‘ bis ‚H‘ in der Karte:

  • A = Nancy
  • B = Toul
  • C = Liverdun
  • D = Sainte-Geneviève
  • E = Metz
  • F = Sierck-les-Bains
  • G = Saarschleife Mettlach
  • H = Merzig

Schöne Orte finden wir oft zufällig bei der Suche nach geeigneten, ruhigen Übernachtungsplätzen. So auch in Sierck-les-Bains (dt. Bad Sierck, lothringisch Siierk). Die Stadt liegt im Dreiländereck Frankreich – Luxemburg – Deutschland an der Mosel. Die Einwohner nennen sich Sierckois, Spitzname ‚Di Siirker leseln‘ (die Siercker Esel). 🙂

Selbstverständlich suchen wir nach gutem Schlaf nahe der Kapelle Marienfloss auch das Château der lothringischen Herzöge auf. Das Escape Game – siehe weiter unten – wird gerade abgebaut; es lief wohl bis gestern.

Mit Blick auf das Moseltal steht die Festung aus dem 11. Jahrhundert stolz auf ihrem Felsvorsprung!
Es muss gesagt werden, dass sie nichts von ihrer Schönheit verloren hat, mit ihren Umfassungsmauern, ihren Kasematten oder ihren massiven Türmen mit Schießscharten. Und die Überraschung ist noch nicht zu Ende, denn wenn Sie erst einmal drin sind, versetzen Sie die Festungsmauern, die Waffen und Rüstungen und sogar die Folterkammer ins Mittelalter!
Das unter Denkmalschutz stehende Château des Ducs de Lorraine war eine der Lieblingsresidenzen der Herzöge von Lothringen, die dort regelmäßig mit ihrem Hofstaat wohnten. Heute bietet die imposante Festung zahlreiche interaktive Aktivitäten an, darunter das berühmte Escape Game.

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Au revoir la France, au revoir la Lorraine!

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Willkommen im Saarland!

Vor acht Jahren besuchten wir schon einmal die Cloef, einen felsigen Aussichtspunkt im Scheitel der Saarschleife beim Mettlacher Ortsteil Orscholz, wo eine vorspringende Felsformation sich bis zur Saar hinabzieht und in früherer Zeit ein Hindernis für die Schifffahrt darstellte.

Aber es hat sich einiges getan seit damals – touristisch! Und wir genießen es!

DER AUSSICHTSTURM: FÜR ALLE, DIE HOCH HINAUS WOLLEN (Quelle: hier) : Der Höhepunkt am Baumwipfelpfad ist buchstäblich der Aussichtsturm – er ragt 42 Meter in den Himmel. Auf der obersten Plattform angekommen, belohnt er den Aufstieg mit einem einzigartigen Rundblick über die Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück – ins Tal der Saarschleife und bei klarer Sicht sogar bis zu den Vogesen. Der Weg im Turm ist wie der Baumwipfelpfad als stufenlose Rampe angelegt und steigt nur sanft an, sodass er auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen ein ideales Ausflugsziel ist.

DER TURM IN ZAHLEN :

  • Turmhöhe: 42 Meter
  • Steigung: maximal 6%
  • Fläche Aussichtsplattform: 70 Quadratmeter
  • Länge des Stegs im Turm: 450 Meter
  • Höhe Aussichtsplattform über N.N: 407 Meter
  • Durchmesser des Turms: 32 Meter
  • Anzahl Turmstützen (Leimbinder): 9
  • Anzahl verbauter Schrauben: ca. 100.000

Der dazugehörige Wohnmobil-Stellplatz ist gut besucht, wie alles heute an diesem strahlend schönen Wochenende. Wir starten deshalb gegen Abend noch und fahren bis Merzig zum Wolfspark Werner Freund.

Den Namen „Stadt der Wölfe“ verdankt Merzig einem ungewöhnlichen Mann – dem Tier- und Verhaltensforscher Werner Freund. In weltweit einzigartiger Weise lebte er mehr als 30 Jahre als „Wolf unter Wölfen“ mit den wilden Tieren zusammen. Er teilte ihren Alltag und hat jeden der Wölfe mit eigener Hand großgezogen. So gewann er das Vertrauen der verschiedenen Rudel. Nicht das Tier hat sich – wie beim Hund üblich – dem Verhalten seines Herrn angepasst. Werner Freund war es, der in jahrelangen Feldstudien die sozialen Strukturen innerhalb der Rudel analysiert und verstanden hat. Nach fast 20 Jahren an der Seite von Freund führt Tatjana Schneider dessen Lebenswerk in seinem Sinne fort.

merzig.de

Der Wolfspark ist täglich ab 9Uhr geöffnet und sogar kostenfrei. Wir entdecken am Sonntagmorgen zuerst einen Polarwolf, der gemütlich in einem der vielen ‚Badebecken‘ ruht, dann plötzlich flink herausspringt und im Dickicht des Hintergrunds verschwindet.

Später schleichen zwei litauische Wölfe kurz bis zum Zaun heran, patrouillieren ein wenig entlang, um anschließend weiter hinten unter einem Baum ein Päuschen einzulegen.

Am Abend vor unserem Rundgang brach übrigens mehrere Male vielstimmiges, beeindruckendes Wolfsgeheul los – aber in der Nacht war dann Ruhe …

Und jetzt geht es weiter Richtung ➜ Saarbrücken! ♥️