
Wir sind mal wieder in Spanien! Zuerst in Katalonien – dieses Mal aber eher auf der flotten Durchreise. Warum?
Wir besitzen zwei relativ neu erschienene Bücher aus dem WOMO-Verlag, die uns sehr interessieren, die Donnamattea aber erst im nächsten Beitrag näher beschreiben möchte. Zentralspanien. Aus diesem Grund steuern wir auch Zaragoza an… Doch jetzt erst mal der Reihe nach!
Nach dem schon gewohnten Beginn im spanischen Grenzort La Jonquera mit dem Erwerb einer (sehr günstigen) neuen Gasflasche und einer SIM-Karte mit gutem Datenvolumen fahren wir bis Olot (Werkstatt wg. kleinem technischen Problem).
Den Halt zum Übernachten legen wir dann auf dem nur drei Kilometer entfernten, netten ‚Àrea d’autocaravanes‘ in Sant Joan les Fontes ein (alle Übernachtungsplätze hier) und bleiben schließlich noch einen weiteren Tag.



Wir befinden uns in der vulkanischen Landschaft Garrotxa, die wir letztes Jahr ausgiebig erkundet und erwandert haben. Heute spazieren wir eine kleine Runde zu den Basaltsäulen von zwei der drei Lavaströme. Dabei wandern wir an folgenden alten Gebäuden bzw. romantischen Orten vorbei:
Die Kirche Sant Joan Baptista:

ohne Worte…



der Wasserfall des El Fluvià:



… und das einsame Monestir de Sant Joan les Fonts, das Castell de Juvinyà und die mittelalterliche Brücke im Ort (Pont de Sant Joan les Fonts):



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Nächster Stopp für die Nacht in Sant Fruitós de Bages am Monestir de Sant Benet.
Wir überqueren die Grenze zu Aragonien. Ein in der Stellplatz-App beschriebener Ort, welcher auch als Drehort für Westernfilme diente, lockt uns an.
Clint Eastwood (!) geht durch die ‚Geisterstadt‘ – niemand da – wendet sich seinen ‚Pferdestärken‘ zu – und sucht das Weite…




Das war’s!
Besser klappt es dann in Candasnos, an einer Lagune. Natur pur mit Vogelbeobachtung:



Schließlich erreichen wir Zaragoza, die Hauptstadt und einzige Großstadt von Aragón, gelegen am Río Ebro.

- A = La Jonquera, Katalonien
- B = Sant Joan les Fonts, Katalonien
- D = Lleida, Katalonien
- C = Sant Fruitós de Bages, Katalonien
- E = Candasnos, Aragon
- F = Saragossa, Aragon
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Wir reihen uns ein am offiziellen kostenfreien Wohnmobil-Stellpatz in der Calle Poeta Luciano Gracia (unten auch unser holländischer Nachbar 🙂 ):



Mit der Straßenbahn Linie 1 starten wir von dort zur Stadtbesichtigung, Ausstieg ‚César Augusto‘. Zuerst fällt uns die Markthalle Mercado Central ins Auge. Wir laufen alle drei Längsgänge ab, so wundervoll und reichhaltig ist das Angebot an den vielen Ständen. Es gibt einfach alles, was man sich kulinarisch vorstellen kann. Und das jeden Tag (außer sonntags); heute ist Samstag. Sehr viele Menschen sind unterwegs…

Am anderen Eingang/Ausgang der Markthalle die Statue César Augusto = Kaiser Augustus und der Schiefe Turm von Zaragoza, welcher zur Kirche de San Juan de los Panetes gehört:


Der Turm von La Zuda im Durchblick der kommenden Adventszeit..

Nun zur Hauptattraktion der Stadt: die Basilica de Nostra Señora del Pilar, welche so groß ist, also so lang und hoch die Türme, dass sie eigentlich jedes Foto sprengt! Im Inneren fällt auf, dass sie in mehrere Kapellen getrennt ist. Ein prachtvoller Anblick nach dem andern (Fotografieren unerwünscht). Eine Taufe findet statt. Sehr viele Menschen befinden sich in und um die Kirche…



Die ganzen Legenden, Geschichten und Besonderheiten zu Pilar würden zu weit führen. Jedenfalls stellen Zaragoza und Compostela, also Pilar und Santiago, zwei grundlegende Achsen dar, um die sich über Jahrhunderte das geistliche Leben der spanischen Gläubigen gedreht hat.





Anblick der Kathedrale von der Puente de Piedra (Steinbrücke über den Ebro) aus:


Jetzt müssen wir uns erst mal erholen, einen Gang runter schalten. Am besten Richtung Tapasviertel El Tubo…










Stierkampfarena mit stylischem E-Bus:



Der kleine Fußmarsch bringt uns zum letzten Highlight heute, dem maurischen Palast Aljafería. Entstanden ist er im 9. Jahrhundert, im 11. Jahrhundert zur Residenz ausgebaut. Nach der Vertreibung der Mauren nahmen ihn die Könige von Aragon in Besitz. Außerdem war er Sitz der Inquisition, Gefängnis und ist heute Sitz der aragonischen Regionalregierung!




rechts Blick in die 12m tiefe Zisterne:



Wundervolle farbenprächtige Kassettendecken. So schön…



Auf dem Rückweg kommen wir an der Kirche San Pablo vorbei. Sie ist berühmt wegen ihres achteckigen Glockenturms im Mudéjar-Stil und bekam deshalb auch die Auszeichnung UNESCO-Welterbe. (Mehr Erklärungen zu diesem Baustil aber erst im nächsten Beitrag.)



Wir nehmen noch einen kleinen Imbiss, bevor wir bei Dunkelheit wieder mit der Straßenbahn zum Womo zurückfahren.
(Ziel -> blauer Punkt = Fahrt mit der Linie 1. Der ‚Rest‘ zu Fuß. 🙂 )





Was für ein Tag… ♥️