Und wie es mit außergewöhnlichen Orten so ist – es ist immer viel los dort! Deshalb picken wir uns als echte slow traveller jeweils nur kleine Highlights heraus. Die berühmten Berberaffen auf dem Upper Rock in Gibraltar schon mal nicht, die müssen sich eh schon mit viel zu vielen Touristen abgeben.
Aber klar, Donnamattea hat einen Koalabären auf dem Arm. Affe gibt’s nicht. 🙂


Weil sich auf dem Stellplatz der Marina Alcaidesa in La Línea de la Concepción eigentlich nur noch die Rollbahn des Flughafens von Gibraltar zwischen uns – Spanien – und dem britischen Überseegebiet befindet, interessiert uns dieser seltene Umstand am meisten. Denn genau diese Landebahn muss man überqueren, wenn man zu Fuß zu den Briten will!






Weitere Impressionen aus great britain; den vielen Verkehr und Rummel lass ich lieber weg..













Schließlich setzen wir uns erschöpft mit Cider und paar Keksen auf die Kaimauer, schauen zum Womo-Stellplatz gegenüber, Schiffchen tuckern vorbei und dann landet sogar eine Maschine der British Airways!
Beim Rückweg schaltet die Fußgängerampel zweimal auf ‚rot‘ und jeweils eine Maschine startet mit lautem Getöse. Wir filmen es, aber ersparen euch das! 🙂









Und was meint ihr zu dem rosafarbenen Wagen neben uns auf dem Stellplatz? Der war wohl mal schwarz…
Zweitägiger Halt zum Entspannen beim ‚Wald der Frauen‘ in Los Cortijillos. “ Ich habe Wurzeln, aber ich schwebe.“ (Virginia Woolf):






Das letzte Bild ist nicht von mir, gell Ike! 🙂 Aber es passt zum Thema. Danke!
Weiter nach Tarifa.
Nur 14 Kilometer trennen Tarifa von Nordafrika, damit ist sie die südlichste Stadt der Iberischen Halbinsel und des europäischen Festlandes. In der Meeresenge von Gibraltar treffen sich Mittelmeer und Atlantik. Die Windströme werden kanalisiert und erreichen eine hohe Geschwindigkeit. ‚Windverweht‘ … ist Tarifa ein Topziel für Wellenreiter und vor allem geübte Wind- und Kitesurfer aus aller Welt. Das spiegelt sich auch im kosmopolitischen Flair des Ortes wieder. Usw.
Unabhängig davon hat Tarifa auch eine geschichtliche Bedeutung: Seine Ursprünge gehen bis auf die Zeit der Phönizier und Römer zurück. Der Name leitet sich wohl von Tarif Ibn Malik ab, dem Anführer der Berberstämme, die den Ort im Jahr 710 eroberten. …
Die schönsten Routen durch Südspanien von Silvia Baumann, S. 248
Doch noch vor Tarifa liegt Donnamatteas Lieblingsort der bisherigen Reise. Hoch über der Meerenge. Leider kann man auf der Bergstrecke von Algeciras durch den wunderbar grünen Parque Natural del Estrecho fast nie anhalten für ein Foto; dennoch unvergesslich. Der Blick hinunter aufs Meer. Gegenüber das Rif-Gebirge von Marokko. Die großen Schiffe erscheinen winzig im Meer zwischen Europa und Afrika. Immerhin 14 Kilometer weit ist die Meerenge. Am Mirador del Estrecho (D auf der Karte unten) dann endlich ein paar Fotos. Mit Esel. Ihr müsst schon genau schauen, schwierig weites Panorama fürs Smartphone…



Zur weiteren Veranschaulichung ein Blick auf die Karte. Unsere Route entlang der Meerenge (spanisch: Estrecho) von Gibraltar:

- A = Marina La Línea de la Concepción + Gibraltar
- B = Cortijillos
- C = Algeciras (Propangas-Kauf)
- D = Mirador del Estrecho + Windpark Tarifa
- E = Tarifa
- F = Beach Tarifa South
- G = Facinas (später..)
- H = Barbate (später..)
Gegenüber dem Mirador (Aussichtspunkt) auf der anderen Straßenseite kann man zum großen Windpark von Tarifa abbiegen. Kein Verbot. So etwas lieben wir ja! Erst kommen uns drei Esel entgegen, dann eine Kuh. Unser Platz! Herrliche Aussicht auf einen faszinierenden geografischen Spot! Sonnenuntergang mit Windrädern. Im Vordergrund fröhlich quiekende schwarze Schweine und vorwitzige Ziegen. Ganz unten Tarifa mit der vorgelagerten Isla de Las Palomas. Wunderschön und ergreifend. Nachts lässt der Wind völlig nach. Alle Windräder stehen still am Morgen des Heiligen Abends…







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Am Morgen nach der ganzen ’netten Schweinerei‘ eine kleine Wanderung weiter den Berg hinauf zum Vogelbeobachtungspunkt Observatorio ornitologico El Cabrito. Schon ein Wunder, wie die Zugvögel nur mit Instinkt (?) die Meerenge zum Überflug nach Afrika finden….










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Am Nachmittag schließlich Parkplatzsuche in Tarifa. Und dann schlendern wir auf der Strandpromenade bei strahlendem Sonnenschein Richtung Isla de Las Palomas. Keinerlei Wind im Surferparadies! Wie anders war das bei unserem Besuch vor ziemlich genau zwei Jahren (klick!).











Sie ist der südlichste Punkt Kontinentaleuropas!









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Den Heiligen Abend lassen wir still, feierlich – nebst anderen Campern – am Beach Tarifa South (!) ausklingen. Außergewöhnlich… Die Schweizer zelebrieren ihr Nationalgericht Käsefondue am Strand! Feliz Navidad!




Zum Schluss dieses etwas lang gewordenen Beitrags möchte euch Donnamattea mit dem Sektglas zuprosten! Salud!
- weil der Blog Donnamattea heute (28.12.) seinen achten Geburtstag feiert! 🙂 Donna und Mattea haben nämlich heute Namenstag im Heiligenkalender. Danke für euer Interesse am Blog! ♥️
- und viel wichtiger – weil sie euch allen ein gutes, gesundes, hoffentlich friedlicheres Jahr 2024 wünscht! ♥️
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die immer wunderschönen Bilder und die netten Beiträge. Da reise ich gerne in Gedanken mit.
Einen guten Start in das Jahr 2024,
immer beste Gesundheit und noch viele Beiträge.
Grüße
Daniela Hinz
Oh vielen Dank für deinen prompten Kommentar, liebe Daniela.
Freut mich sehr, dass du unseren Reisen gern folgst. Bist du aus Zufall auf die Seite gestoßen oder kenne ich dich von irgendwo?
Alles Gute für 2024 wünscht ‚Donnamattea‘