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Es war viel los die letzte Zeit. Wenig Muse trotz Corona für den geliebten Blog von Donnamattea. Sie sitzt schon mal und wartet – wo bleibt das Bänkle? 😉

Heute möchte ich zwei nette kleine Wanderungen in der allernächsten Umgebung von uns per Wort und Bild ins WorldWideWeb setzen.

Der Bänkleweg verläuft rund um Leinstetten, einem Ortsteil der Kleinstadt Dornhan im Kreis Rottweil.

Leinstetten hat rund 610 Einwohner und liegt an den Hängen und im Tal der Glatt und des Heimbachs, der mitten in Leinstetten in die Glatt einmündet. Das Schloss der Familien von Podewils, die imposante St. Stephanus-Kirche, stattliche Wohn- und Gasthäuser sowie Handwerksbetriebe prägen den Ort. Besonders geschichtsträchtig ist die Ruine ‚Lichtenfels‘ zwischen Bettenhausen und Leinstetten. Ein Stück des St. Jakobus-Pilgerwegs von Horb über Loßburg ins Kinzigtal führt vom Ortsteil Kaltenhof her durch Leinstetten. Der Weg wird von einem Jakobusbrunnen und einem Jakobuskreuz markiert.

Quelle: Homepage der Stadt Dornhan

Besagter Weg führt zu sechs Liegebänkle – auch Waldsofas genannt – die seit einiger Zeit rund um Leinstetten die Wanderer zum Ausruhen einladen. Herrliche Panoramablicke entlohnen die vielen An- und Abstiege des anspruchsvollen Wanderweges, der auch abgekürzt werden kann. Die erste Strecke des Weges verläuft an den Hängen der Glatt entlang mit wunderschönen Aussichten über das Tal hinweg, während der zweite Teil durch urige, schattige Wälder entlang kleiner Bächlein führt. Am Wegpunkt 13 kann man zum Ausgangspunkt zurückkehren, sofern man nicht die große Runde laufen möchte.

Der gesamte Weg ist mit QR-Code beschildert und die Beschreibung kann unterwegs an den einzelnen Wegpunkten mit dem Smartphone nachgelesen werden. Sehr modern und absolut vorbildlich, wie ich meine!

Bänkleweg großStrecke: 10,9 km / 6 km verkürzt 

Gehzeit insgesamt: ca. 3 Stunden / 1,5 Std.

Aufstieg: 287 m - Abstieg: 287 m 

Niedrigster Punkt: 453 m 

Höchster Punkt: 589 m 

Und das sind die 6 Bänkle:

Nr. 3: Bänkle im Buch  

Nr. 4: Bänkle Schlossbrückenblick  

Nr. 6: Bänkle Burgruine Lichtenfels

Nr. 11: Bänkle im Gries

Nr. 13: Bänkle am Wasser

Nr. 19: Bänkle am Kapf

Unter http://www.leinstetten.de/aktiv-sein/baenkle-rundweg/ findet ihr die oben abgebildete Karte mit guter Erklärung, auch als pdf zum Runterladen und Ausdrucken.

Bei YouTube gibt es außerdem ein kleines einminütiges Video Bänkleweg.

Den Bänkleweg wollen die Leinstetter vielleicht sogar zum Premium-Wanderweg Auf dem Glattsteig nuff ond nab ‚upgraden‘, wenn ich das richtig gelesen habe und wenn es denn auch möglich ist. Er schließt dann den Nachbarort Bettenhausen mit ein. Man kann die Strecke jetzt schon gehen, sie ist wohl beschildert, die Karte dazu findet man im Internet. – Na, das wird ja spannend!

Und nun meine Bilder.

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Unsere Unternehmung beginnt mit einer Übernachtung auf dem Kapf, mit 589m der höchste Punkt der Bänkle-Runde (GPS N48°23’53.6″/ E8°32’17,9″)
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Waldsofa am Kapf
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Grillstelle
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…. und Frühstück mit herrlicher Aussicht auf Leinstetten

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Wir starten unsere Wanderung und marschieren den ziemlich steilen, aber aussichtsreichen Weg hinunter in den Ort.

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Leglers Kreuz
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Festplatz Föhrenwäldle
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Das Schloss an der Heimbachbrücke
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Auch ein nettes Bänkle
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Mitten in Wiesen das Waldsofa im Buch

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Das nächste Waldsofa: Schlossbrückenblick mit ‚Doppelfernrohr‘ (vgl. Beitragsbild)

Wir erreichen die Burgruine Lichtenfels.

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Allerbester Ausblick vom Waldsofa Burgruine Lichtenfels

Nach der Überquerung der Glatt läuft’s bei uns nicht ganz so glatt. Es geht zuerst recht steil bergan. Und obwohl wir uns dann schließlich auf dem Griesweg mit viel Panoramablick befinden, verpassen wir das Bänkle im Gries. Es zieht uns soweit die Hänge hinauf, dass wir sozusagen als Ersatz das Bänkle im Wasser erreichen! Aber jetzt erst mal den Durst stillen. Mit unserem letzten Sprudel; das der Bank den Namen gebende Wasser läuft nur über die Wiese..

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Waldsofa am Wasser

Wir pilgern nun ein Stück auf dem Jakobusweg, der vom Ortsteil Kaltenhof nach Leinstetten hinunter führt. Ein wenig weiter bergabwärts verzaubern eine Grotte, ausgefallene Grenzsteine, ein Brunnen und viele hübsche Ziegen uns und den gesegneten Ort.

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Man könnte also 2500 km weiter wandern bis Santiago de Compostela… Da waren wir sogar einmal vor vier Jahren (siehe mein Beitrag), allerdings nicht zu Fuß.

Aber es ist so heiß mittlerweile, dass wir nicht einmal mehr den nördlichen Teil der Bänkle-Runde absolvieren; die Wegpunkte 14 – 18 verschieben wir auf ein andermal. Wir laufen stattdessen ganz hinunter in die Ortsmitte und verweilen ein wenig in der ‚Wörth‘, am Wehr der Glatt mit vorbildlicher Fischtreppe. Die Gaststätte samt Biergarten hat aber leider geschlossen und so steigen wir durstig wieder steil bergauf bis zum Waldsofa auf dem Kapf bzw. bis zu unserem ‚Womo‘. Geschafft! Und schön war’s!

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Wir sind wieder auf dem Kapf und fahren demnächst heim. 🙂

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Bleibt gesund! Das wünscht auch der Leinstetter Kindergarten.

*****

Ein paar Tage später starten wir unser ‚Womo‘ erneut, jetzt mit Ziel Fürnsal, einem weiteren Ortsteil von Dornhan. Uns steht wieder der Sinn nach einer kurzen Pause vom Alltag und nach einer netten Wanderung in der nahen Umgebung. Wir richten uns nach folgendem Tour-Vorschlag / 9,3 km / 140 Höhenmeter. Es geht von Fürnsal über Pfauhof – Schutzhütte Killberg – Wegkreuz – Killberg – Gundelshausen – Türnentalsee – Eisengrund – Fürnsal.

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Die beiden Übernachtungsplätze sind am Sportplatz in Fürnsal (GPS N48°22’42″/ E8°31’29.3″) und an der Schutzhütte Killberg, das P in der Route oben (GPS N48°22’33.6″/ E8°29’52.2″).

Auch hier finden wir schöne Plätze. Und Bänkle.

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Schutzhütte Killberg. Herrliche Wiesen.

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Und dann gelangen wir unerwartet an einen geheimnisvollen, ja magischen Ort:

Es gibt Gewässer, die beim ersten Besuch verzaubern – so wie der Türnentalsee in Fürnsal.

Quelle: SchwaBo (mit weiteren Infos)

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Der hellgrün leuchtende See stammt gar nicht aus längst vergangenen Zeiten! Ein Bauunternehmer hat ihn 1970 angelegt, später gründete sich ein Angelverein, der ihn erst gepachtet und später gekauft hat. Er wird gut gepflegt und sonntags bewirtet. Jetzt während Corona ist alles gesperrt, kein Angeln, kein Fest… Aber weiterhin märchenhaft grün – wunderschön!

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*****
Donnamattea hat ihr Bänkle gefunden.

Das Eis schmeckt. Der Sommer kann kommen!

Heute einmal ein Gedicht zum Schluss. Nicht von Goethe, sondern von Theodor Fontane.

Guter Rat
An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitere Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.

So heimisch alles klinget
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwinget
die Seele sich hinaus.

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